Der passende Standort
Die wärmeliebenden Arten stammen aus dem vorder- mittelasiatischen Raum. Darauf weisen ihre botanischen Namen Prunus armeniaca (Aprikose) bzw. P. persica (Pfirsich) hin. Sie wünschen warme, sommertrockene Standorte mit tiefgründigen, mittelschweren, gut durchlüfteten Böden in geschützten Lagen. Schwere, verdichtete Böden führen neben schlechter Holzausreife u. a. zu Gummifluss (bernsteinfarbene, gummiartige Klumpen am Stamm und Ästen) und zu Absterbeerscheinungen. Das bei Aprikosen oft plötzliche Absterben von Bäumen oder Trieben wird als Apoplexie oder „Schlaganfall“ bezeichnet. Dazu tragen ungünstige Standorteigenschaften, Stressfaktoren (z. B. Überbehang), Extremwitterung, Schaderregerbefall bzw. schlecht ausgereifte Triebe als Folge einer zu hohen oder zu späten Stickstoffdüngung bei.
Das Pflanzloch sollte doppelt so breit wie der Wurzeldurchmesser gewählt werden. Der Aushub von leichten, humusarmen Böden wird vor dem Einfüllen mit gut verrottetem Kompost vermischt. In ungünstigen (Höhen-)Lagen sorgen südlich ausgerichtete Mauern und Wände für ein günstiges Kleinklima. Jedoch führt der Wärmepuffer „Wand“ zu zeitigerem Austrieb und Blüte.
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