Weidenbohrer befallen hauptsächlich Weiden, Birken, Schwarzerle, Apfel, Birne, gelegentlich Walnuss, Kirschen, Stieleiche und andere Laubgehölze. Sie finden ihre Wirte in Laubholzwäldern, Auenwäldern, Gärten und Streuobstwiesen. Durch den Befall können Ertrag und Holzqualität beeinträchtigt oder sogar völlig zunichte gemacht werden, was vor allem die Forstwirtschaft und den Obstanbau trifft.
Der Verursacher
Der Weidenbohrer (Cossus cossus) gehört zur Ordnung der Schmetterlinge, genauer zur Familie der Holzbohrer (Cossidae). Er ist in Europa, Nordafrika und in den gemäßigten Zonen Asiens verbreitet. Der nachtaktive Falter wird trotz seiner Größe von bis zu 8 cm Flügelspannbreite oft übersehen, weil er auf Baumrinde optisch fast verschwindet. Weidenbohrer-Falter fliegen zwischen Mai und August und paaren sich. Anschließend legen die Weibchen jeweils bis zu 700 Eier einzeln oder in Gruppen von bis zu 70 Eiern in Rindenritzen ihrer bevorzugten Wirtsbäume ab. Weil ihre Mundwerkzeuge unvollständig sind, können sie keine Nahrung aufnehmen und sterben bald danach.
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