Nachdem die von der Bundesforschungsanstalt Pillnitz in den 1990er-Jahren herausgegebenen neuen Re- und Pi-Apfelsorten schon einige Jahre im Umlauf waren, stellte sich die Frage, ob die in Ostsachsen bei wenig über 100 Meter Meereshöhe gezogenen Sorten auch im Jura auf einer Höhe von ca. 500 Metern noch geeignet sind.
Der Kreisverband legte dazu auf einer Fläche des Marktes Thurnau, Lkr. Kulmbach, eine Obstwiese mit ca. 20 Bäumen an, die vom Gartenbauverein Alladorf gepflanzt wurde. Inzwischen existiert die Anlage seit 25 Jahren. Der Autor hat die Bäume als Kreisfachberater für Gartenkultur beim Landratsamt Kulmbach betreut, geschnitten und beerntet und ist dort auch im Ruhestand aktiv.
Die Situation auf dieser Obstwiese ist ein Härtetest: Auf der Hochfläche des Jura im Thurnauer Oberland sammelt sich die Kaltluft in einem Hochplateau. Vor der Obstwiese wird sie in einem schmalen Kanal entlang des dortigen Bachs gebündelt und strömt durch die Anpflanzung ab.
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