Wildnis im Garten bedeutet nicht gleich verwildert, schon gar nicht verwahrlost. Wildnis heißt, dass an manchen Stellen im Garten einfach sein darf, was ist. Weil in solcher „Wildnis“ ohne – ökologisch kurzsichtiges – menschliches Eingreifen Prozesse ablaufen können, die wir vielleicht gar nicht kennen. Die aber seit ewigen Zeiten existieren und immens wichtig sind. Denn die Klimaveränderung ist Fakt. Niemand weiß, welche Arten sich gut an die neue Dynamik anpassen und welche nicht. Besser also, es bleiben möglichst viele erhalten. Egal ob sie uns gefallen, als Nützlinge oder als Schädlinge gelten, lecker schmecken, uns bei Gartenprojekten stören oder in unserem Ordnungssinn.
Wilde Ecken sind nützlich
Ein schönes Beispiel dafür sind Mauselöcher. Kaum jemand freut sich über sie – außer Hummeln. Schon früh im Jahr erwachen die Hummelköniginnen aus der Winterstarre. Sie sind die einzigen Überlebenden ihres Volkes und müssen nun ein neues gründen. Am liebsten in alten Mauselöchern.
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