Große Obstgehölze stehen auf Streuobstwiesen und in großen Gärten. Die Halb- oder Hochstämme, als Rundkrone mit drei bis vier Leitästen erzogen, stehen auf starkwüchsigen Veredlungsunterlagen. Bei Apfel sind dies A2, M25, M11, Sämling; bei Birne die Kirchensaller Mostbirne, bei Süßkirsche die Unterlagen Vogelkirsche (als Sämling oder deren Auslesen F12/1 bzw. Alkavo), gelegentlich auch Prunus mahaleb. Für kleine Grundstücke und Vorgärten ist für derartige Baumgrößen mit Durchmessern von 6 bis 10 Meter kaum Platz. Dafür bieten sich schwachwuchsinduzierende Unterlagen mit deutlich verringerter Wuchsstärke an. Die hier übliche Baumerziehung zur Spindel reduziert außerdem den Wuchs.
Baumform Spindel
Seit ca. 40 bis 50 Jahren halten schwachwuchsinduzierende Unterlagen aller Baumobstarten Einzug in die Gärten. Sie sorgen in Kombination mit der Spindelerziehung („dem Profi-Obstbauer nachgemacht“) für kleine Baumformen. Sie kommen früh in den Ertrag, liefern gute Fruchtqualitäten, lassen sich bequemer ernten und schneiden oder auch mit Netzen schützen.
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