Angesichts ihrer Blühfreudigkeit und ihrer Anspruchslosigkeit sollten sie auch bei uns in der Beliebtheitsskala ganz oben stehen. Kurzum, Disteln empfehlen sich als aussichtsreiche Kandidaten für die Gärten der Zukunft.
Was sind denn überhaupt Disteln?
Zu allem, was krautig ist und sticht, kann man landläufig Distel sagen. Das Wort Distel hat indogermanische Wurzeln und bedeutet Schärfe, Spitze, Schneide. Pflanzen, die sich mittels stechender Auswüchse an Blättern und Stängeln vor Feinden wehren, bilden keine pflanzensystematische Einheit, sondern umfassen viele stachelige Pflanzen unterschiedlicher Gattungen.
Distel-Gemüse
Kaum zu glauben, aber Disteln sind exquisite Gemüselieferanten – allseits bekannt ist die Artischocke (Cynara scolymus). Wegen ihrer äußerst wohlschmeckenden Blütenknospen wird sie als „Königin der Gemüse“ gelobt. Nicht die saftigen Blütenböden, sondern die knackigen Blattstiele und -mittelrippen nutzt man bei der Cardy, Kardone oder Wilden Artischocke (Cynara cardunculus). Beide Distelarten sind imposante Gestalten, was sie zu einem Blickfang im Gemüse- wie im Ziergarten macht.
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