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Pflaumenblattsauger an Steinobst

Der Pflaumenblattsauger ist ein Pflanzensaft saugendes Insekt. Im Frühjahr und Sommer findet man ihn an Pflaumen-, Aprikosen- und Pfirsichbäumen, den Winter verbringt er auf Nadelbäumen. Der Saftentzug schädigt die Gehölze nicht allzu sehr, allerdings kann der Pflaumenblattsauger eine sehr gefährliche Steinobst-Krankheit übertragen.
Der Pflaumenblattsauger (Cacopsylla pruni) gehört systematisch in die Familie der Psyllidae. Diese werden wiederum zu den
Blattflöhen (Psylloidea) gerechnet. Blattflöhe, Mottenschildläuse, Schildläuse und Blattläuse sind miteinander verwandt und bilden die Unterordnung Pflanzenläuse (Sternorrhyncha).
Die ewachsenen Blattsauger ähneln geflügelten Blattläusen, wobei ihr Körper schmaler und wie ein längliches Dreieck geformt ist. Die breitere Seite ist am Kopfende, die spitzere Seite ist der Hinterleib. Die Nymphen (Jugendstadien) der Blattsauger sind dagegen recht breit und flach mit weit auseinanderstehenden roten Augen. Im Gegensatz dazu sind ungeflügelte Blattläuse und Blattlausnymphen meist eher eiförmig-oval.

Bildunterschrift: Junge Larve (Stadium L1) des Pflaumenblattsaugers. Diese Insekten durchlaufen 5 Nymphenstadien, bevor sie zu erwachsenen Tieren mit Flügeln weden. (Foto: DLR Rheinland-Pflaz/Rainer Wahl)

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