Aktuelles

Eingeschleppte Schadwanzen breiten sich aus

Die Marmorierte Baumwanze…

…und die Grüne Reiswanze sind zwei invasive Baumwanzen (Familie Pentatomidae), die wahrscheinlich mit dem globalen Handels- und Reiseverkehr zu uns gelangt sind. Sie haben ein breites Wirtspflanzenspektrum, das heißt, sie befallen viele Pflanzenarten und können sich sehr schnell vermehren, auch weil es (noch) nicht genügend natürliche Gegenspieler gibt. In Südtirol, der Schweiz und im Südwesten Deutschlands richteten sie bereits einigen Schaden im Obst- und Gemüseanbau an. Auch in Bayern wurden sie bereits entdeckt.
So können Sie helfen
Wenn Sie eine der neuen invasiven Schadwanzen finden, machen Sie Fotos in möglichst guter Auflösung von der Ober- und Unterseite des Tieres und schicken Sie diese per E-Mail an
Wanzen@LfL.bayern.de
Alternativ können Sie die Stinkwanzen in einem kleinen, bruchsicheren, verschließbaren Behälter per Post an die folgende Adresse schicken:Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
(LfL), Institut für Pflanzenschutz
IPS 3d, Kreuzbreite 4,
85354 Freising
Geben Sie jeweils den Fundzeitpunkt,den Fundort, die betroffene Pflanzenart und eventuell den beobachteten Schaden an. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der LfL unter:
https://www.lfl.bayern.de

Bildunterschrift: Marmorierte Baumwanze – 6. Larvenstadium (Foto: Wikimedia/Didier Descouens (CC BY-SA 3.0))

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Heilpflanze des Jahres: Brennnessel

Die Brennnessel (Urtica dioica) wurde…

…durch die Jury des NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2022 gekürt. Wie Konrad Jungnickel, Vorsitzender der Jury, mitteilte, war ein Grund für die Wahl, »dass die zutiefst einheimische Pflanze so ungeheuer vielseitig nutzbar ist«.
Paracelsus wusste schon vor 500 Jahren: »Wenn man sie kocht und mit Pfeffer oder Ingwer mischt und auflegt, hilft dies bei Gelenkschmerzen.« Heute ist die gute Wirksamkeit der Brennnessel bei rheumatischen Erkrankungen erwiesen, ebenso bei Harnwegsinfekten oder Nierengrieß. Die als Unkraut verschriene Pflanze verfügt noch über weitere Fähigkeiten. Sie ist wichtig für das Zusammenspiel der Natur, denn sie ist fast ausschließliches Nahrungsmittel für die Raupen einiger Schmetterlingsarten. Die Vielseitigkeit zeigt sich seit Jahrtausenden auch als Grundstoff für die Papierherstellung, als Faserpflanze zur Herstellung von Kleidung, zum Färben von Wolle oder als Nahrungsmittel.

(Foto: NHV Theophratus)

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Bienenpflanze: Jakobs-Kreuzkraut

Beim Jakobs-Greis- oder Kreuzkraut (Senecio jacobaea) handelt sich um eine mittlerweile gefürchtete Pflanze.

Der Korbblüter (Asteraceae) ist sowohl in Europa wie in Asien heimisch.
Die heimische Pflanze tritt typischerweise auf Weiden in Gesellschaft mit Weißklee und Weidelgras auf. Neu ist allerdings seit ca. 20 Jahren, dass sie sich stark vermehrt, vor allem auf Pferde- oder extensiven Weiden. Die Gründe werden in der Zunahme des Stickstoffs in der Luft, in der Klimaerwärmung oder auch der Phosphorsättigung des Bodens vermutet. Rinder und v. a. Pferde sollten die Pflanze nicht fressen: Die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) können zu einer Lebervergiftung führen oder im Übermaß gar zum Tod. Die höchste Konzentration findet sich in den Blüten.
Im Sinne des Naturschutzes ist das Jakobs- Kreuzkraut keine »Problempflanze«.Die Pflanze ist für vier Wildbienen überlebenswichtig.In einer Studie von 2015 wurden bis zu 170 Arten bestimmt, die von ihr leben. In einigen Naturgärten wird die Pflanze sogar gezielt gehalten, um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge (Blutbär oder Jakobskrautbär) zu dienen.

Bildunterschrift: In der Volksheilkunde wurde das Jakobs-Kreuzkraut bei Hautentzündungen, Rheuma, Halsschmerzen u. v. a. eingesetzt. Aufgrund der heutigen Erkenntnisse darf es allerdings nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt werden, außer in der Homöopathie. Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung getestet. (Foto: botnikfoto/Steffen Hauser)

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Alte und neue Apfelsorten

Aktualisierte und erweiterte Neuauflage

In der aktuell 9. Auflage wurde das komplette Sortiment geprüft und neu bewertet, v. a. hinsichtlich Anfälligkeit bei Krankheiten und Schädlingen sowie die Eignung der Sorte für den Anbau im Hausgarten oder auf der Streuobstwiese.
Einige Sorten, die kaum noch Bedeutung haben und nur schwierig zu bekommen sind, werden nicht mehr geführt. Dafür sind einige viel-versprechende neue Sorten wie Admiral, Ahrista oder Natyra neu hinzugekommen und die in den letzten Jahren entstandenen rotfleischigen Sorten, die eine sehr interessante Bereicherung im Apfelsortiment darstellen.
Aktualisiert und erweitert wurden auch die Empfehlungen bei den Säulenbäumen und geeigneten Unterlagen. Neu aufgenommen wurden einige der wertvollen alten Sorten, die teilweise wieder neu entdeckt und bestimmt werden konnten, wie zum Beispiel der ‚Gestreifte Backapfel‘, der sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.

386 Seiten, 341 Fotos, 355 Sorten, gebunden. Bestell-Nr. 1220, € 19,90   zur Bestellung

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Rettung alter regionaler Obstsorten in Schwaben

Im Sortengarten der Versuchsstation für Obstbau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in Schlachters…

…, der im Sommer eröffnet wurde, stehen auf 4.000 m2 etwa 300 alte schwäbische Apfel- und Birnensorten, die damit für zukünftige Generationen bewahrt werden. »Im Sortengarten wird Altes erhalten und gleichzeitig Neues geschaffen«, sagte Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Eröffnung. »Diesen Anspruch verfolgt auch der Bezirk Schwaben mit seiner Kultur- und Umweltförderung.« Der Bezirk unterstützt das Projekt mit insgesamt 500.000 Euro.
Der Bezirksverband Schwaben übernimmt bis jetzt komplett die Vermehrung und den Verkauf in Kooperation mit der Baumschule Kutter in Memmingen. Derzeit stehen 20 alte, regionaltypische Sorten zum Verkauf, alles auf Hochstamm. Das Interesse ist inzwischen riesig, so dass meist schon zu Beginn des Verkaufes ein Großteil reserviert ist. Der Bezirksverband garantiert der Baumschule den Absatz und finanziert damit auch die pomologische Unterstützung. Die schwäbischen Kreisverbände organisieren für ihre Ortsvereine die Verteilung.
Weitere Informationen stehen es auf der Homepage des Bezirksverbandes: www.gartenbauvereine-schwaben.de. Dort gibt es auch eine Broschüre zum Download mit Kurzporträts ausgewählter Apfel- und Birnensorten und eine Liste, welche Sorten zum Verkauf angeboten werden.

(Foto: Versuchsstation für Obstbau Schlachters)

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Obstsortenversuch des Kreisverbandes Kulmbach in den Jahren 2002 bis 2020 – Pillnitzer Sorten und Vergleichssorten

Auf der vom Markt Thurnau zur Verfügung gestellten Fläche wurde ab 2002 in der Tannfelder Gemarkung eine Obstwiese angelegt…

…mit Pflanzung von Pillnitzer Apfelsorten und einigen bekannten Vergleichssorten, dazu Speierling, die Europäische Mispel und die Walnuss-Sorte ‚Apollo‘.
Ergebnisse
Die Eignung der Arten und Sorten für Hochflächen des Jura auf gut basenversorgten Böden brachte aufschlussreiche Ergebnisse.
Eine besondere Spätfrosthärte zeigten die Sorten ‚Pikkolo‘, ‚Rewena‘, ‚Florina‘, ‚Resi‘ und der ‚Winterrambur‘, dazu noch die Mispel, was meist auf eine sehr langdauernde Blüte (versetztes Aufgehen der Blüten über einen Zeitraum bis zu einem Monat) zurückzuführen ist. Die Sorten ‚Piros‘ und ‚James Grieve‘ starben 2013 ab. Sie wurden nicht mehr ersetzt.

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Genüssliche Resteverwertung

Obwohl viele Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar sind,

wird ein Großteil davon weggeworfen. 12 Mio. Tonnen Lebensmittel werden hierzulande jährlich »entsorgt«! Das entspricht einem Drittel des Verbrauches an Nahrungsmitteln. Jeder von uns kann etwas gegen die Lebensmittel-Verschwendung tun:
Bessere Planung beim Einkauf, richtige Lagerung und Resteverwertung können helfen, Lebensmittel-Abfälle zu reduzieren.

(Foto: Major)

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Rotkehlchen-Bilder

Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Grundschule Hofkirchen…

…haben uns viele schöne Bilder geschickt.

Es freut uns natürlich sehr, dass unsere Zeitschrift von Ihnen gelesen wird, sie die Anregungen aufnehmen und das Interesse für die Natur und Umwelt geweckt wird.
Das ist gerade in der heutigen Zeit ganz wichtig!

                                                                                      

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Giftpflanze des Jahres 2021:

Schlafmohn

Bei der Wahl zur »Giftpflanze des Jahres« kam erstmals eine Art aus der Kategorie »giftige Nahrungspflanze« zum Zug: der Schlafmohn (Papaver somniferum). Diese ursprünglich in Zentral- und Kleinasien beheimatete, einjährige Pflanze liefert ihre Samenkörner für Semmeln und Kuchen wie auch für die berauschenden Drogen Opium und Morphium. Deren giftigen Alkaloide lassen sich durch Einritzen der unreifen Saatkapseln gewinnen. Sie sind in allen Pflanzenteilen in hohem Maße enthalten – außer in den Samen, die sich in diesen Kapseln befinden. Diese können deshalb sogar von Kindern bedenkenlos verzehrt werden.
Ergänzend merkt unsere Gemüsegarten-Autorin Marianne Scheu-Helgert an: Schlafmohn darf ebenso wie Hanf im Garten nicht angebaut werden. Allerdings steht er keinesfalls unter ähnlich rigoroser Kontrolle wie Hanf. Aufmerksame Beobachter finden Schlafmohn nicht nur an Schuttplätzen oder Ackerrändern, sondern auch in einigen Vorgärten oder zwischen den Gemüsebeeten recht häufig. In der Regel nimmt niemand
Anstoß daran.
Genutzt wird er auch selten – Schlafmohn dient mit seinen leuchtenden Lila- und Rottönen und dem türkisblauen, bewachsten Laub eher als Zierpflanze. Englische oder französische Saatgutkataloge bieten überdies prächtig gefüllt blühende Sorten in allen Farben an.

Bidunterschrift: Die Gewinnung der Alkaloide aus dem noch unreifen Milchsaft wäre sehr mühsam, zumal deren Gehalt in unserem Klima niedrig bleibt. Einige Landwirte bauen jedoch auch in Deutschland Mohn an. Sie lassen sich in einem ähnlichen Verfahren wie beim Kulturhanf den Anbau zur Ernte der reifen Samen als Blaumohn genehmigen. (Foto: Sulzberger)

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Die »Bayerische Pflanze des Jahres 2021«:

Ein Fächerblumen-Duo sorgt für gute Laune

Eine Blütenwolke in leuchtenden Farbtönen entsteht, wo die Fächerblume gepflanzt wird. Gleich zwei neue Fächerblumen-Sorten – eine leuchtend weiße und eine blau-violette – haben es Bayerns Gärtnern besonders angetan. Die beiden harmonieren bestens und so bieten die Gärtnereien sie zusammen in einem Topf an.
Unter dem Namen »Das himmlische Duo« ist die »Pflanze des Jahres« ab dem letzten April-Wochenende in rund 250 Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes erhältlich (siehe auch Anzeige S. 128). Hitze und zeitweilige Trockenheit steckt das robuste Duo gut weg, für Sonne und Halbschatten ist es gleichermaßen geeignet. So kehrt Leichtigkeit ein auf dem Balkon wie im Garten. Und auch die Bienen sind
begeistert, Honig- und Wildbienen besuchen die faszinierenden fächerförmigen
Blüten besonders gerne.
Bezugsquellen, Pflegetipps und mehr: www.das-himmlische-duo.de

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