Aktuelles

Rettung alter regionaler Obstsorten in Schwaben

Im Sortengarten der Versuchsstation für Obstbau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in Schlachters…

…, der im Sommer eröffnet wurde, stehen auf 4.000 m2 etwa 300 alte schwäbische Apfel- und Birnensorten, die damit für zukünftige Generationen bewahrt werden. »Im Sortengarten wird Altes erhalten und gleichzeitig Neues geschaffen«, sagte Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Eröffnung. »Diesen Anspruch verfolgt auch der Bezirk Schwaben mit seiner Kultur- und Umweltförderung.« Der Bezirk unterstützt das Projekt mit insgesamt 500.000 Euro.
Der Bezirksverband Schwaben übernimmt bis jetzt komplett die Vermehrung und den Verkauf in Kooperation mit der Baumschule Kutter in Memmingen. Derzeit stehen 20 alte, regionaltypische Sorten zum Verkauf, alles auf Hochstamm. Das Interesse ist inzwischen riesig, so dass meist schon zu Beginn des Verkaufes ein Großteil reserviert ist. Der Bezirksverband garantiert der Baumschule den Absatz und finanziert damit auch die pomologische Unterstützung. Die schwäbischen Kreisverbände organisieren für ihre Ortsvereine die Verteilung.
Weitere Informationen stehen es auf der Homepage des Bezirksverbandes: www.gartenbauvereine-schwaben.de. Dort gibt es auch eine Broschüre zum Download mit Kurzporträts ausgewählter Apfel- und Birnensorten und eine Liste, welche Sorten zum Verkauf angeboten werden.

(Foto: Versuchsstation für Obstbau Schlachters)

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Landesgartenschau Ingolstadt 2020 21. April – 3. Oktober 2021

Aktionen und Veranstaltungen der oberbayerischen Gartenbauvereine ab 6. September

Mo 06.09. – So 12.09.: Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen: »Herbst-Zauber in der Gemüseküche«

Sa 11.09. – So 12.09.: Sonderaktion des BV Oberbayern: »Veredeln von Obstgehölzen«

Mo 13.09. – So 19.09.: Kreisverband Fürstenfeldbruck: »Apfel-Ausstellung, Artenschutz«

Mo 20.09. – So 26.09.: Kreisverband Traunstein: »Kreiz, Birnbaam & Hollerstauden – Obstvielfalt von A bis Z«

Mo 27.09. – So 03.10.: Kreisverband Dachau: »Vielfalt der Gartenkultur im Landkreis Dachau«

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Tag der offenen Gartentür 2021

Der traditionelle »Tag der offenen Gartentür« musste in diesem – wie auch im letzten Jahr – aus bekannten Gründen fast überall ausfallen.

In einigen wenigen Kreisverbänden wurde die Aktion aber durchgeführt, zwar alles eine Nummer kleiner oder in einem ganz anderen Format – aber die Gartenfreunde kamen dort auf ihre Kosten.
Landkreis Haßberge
Der Kreisverband Haßberge hatte gemeinsam mit dem »Gartennetzwerk Gartenparadies « und den Gärtnern wenigstens einen »Kleinen Tag der offenen Gartentür« organisiert, um nicht ganz auf die übliche
Veranstaltung verzichten zu müssen. Natürlich gab es kein Rahmenprogramm und die Gärten waren über den gesamten Landkreis verteilt – nicht wie sonst üblich an einem Veranstaltungsort. Fünf Gärten
standen den Besuchern offen. »Klein aber fein! Durch die begrenzte Besucherzahl bestand umso mehr die Möglichkeit, mit den Gartenbesitzern zu sprechen und sich in Ruhe auszutauschen«, lautete das Fazit von Kreisfachberater Guntram Ulsamer. Vom historischen Graben- und Rosengarten von Christa und Martin Schlegelmilch aus Zeil bis zum Künstlergarten von Gerd Kanz in Untermerzbach mit blühenden Staudenrabatten (Bild oben) war eine große Vielfalt geboten. Sehr bewährt hat sich das vom Landesverband empfohlene Veranstaltungsportal »guestoo« zur Besucherlenkung.

(Foto: Ulsamer)

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Obstsortenversuch des Kreisverbandes Kulmbach in den Jahren 2002 bis 2020 – Pillnitzer Sorten und Vergleichssorten

Auf der vom Markt Thurnau zur Verfügung gestellten Fläche wurde ab 2002 in der Tannfelder Gemarkung eine Obstwiese angelegt…

…mit Pflanzung von Pillnitzer Apfelsorten und einigen bekannten Vergleichssorten, dazu Speierling, die Europäische Mispel und die Walnuss-Sorte ‚Apollo‘.
Ergebnisse
Die Eignung der Arten und Sorten für Hochflächen des Jura auf gut basenversorgten Böden brachte aufschlussreiche Ergebnisse.
Eine besondere Spätfrosthärte zeigten die Sorten ‚Pikkolo‘, ‚Rewena‘, ‚Florina‘, ‚Resi‘ und der ‚Winterrambur‘, dazu noch die Mispel, was meist auf eine sehr langdauernde Blüte (versetztes Aufgehen der Blüten über einen Zeitraum bis zu einem Monat) zurückzuführen ist. Die Sorten ‚Piros‘ und ‚James Grieve‘ starben 2013 ab. Sie wurden nicht mehr ersetzt.

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Genüssliche Resteverwertung

Obwohl viele Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar sind,

wird ein Großteil davon weggeworfen. 12 Mio. Tonnen Lebensmittel werden hierzulande jährlich »entsorgt«! Das entspricht einem Drittel des Verbrauches an Nahrungsmitteln. Jeder von uns kann etwas gegen die Lebensmittel-Verschwendung tun:
Bessere Planung beim Einkauf, richtige Lagerung und Resteverwertung können helfen, Lebensmittel-Abfälle zu reduzieren.

(Foto: Major)

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Rotkehlchen-Bilder

Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Grundschule Hofkirchen…

…haben uns viele schöne Bilder geschickt.

Es freut uns natürlich sehr, dass unsere Zeitschrift von Ihnen gelesen wird, sie die Anregungen aufnehmen und das Interesse für die Natur und Umwelt geweckt wird.
Das ist gerade in der heutigen Zeit ganz wichtig!

                                                                                      

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Giftpflanze des Jahres 2021:

Schlafmohn

Bei der Wahl zur »Giftpflanze des Jahres« kam erstmals eine Art aus der Kategorie »giftige Nahrungspflanze« zum Zug: der Schlafmohn (Papaver somniferum). Diese ursprünglich in Zentral- und Kleinasien beheimatete, einjährige Pflanze liefert ihre Samenkörner für Semmeln und Kuchen wie auch für die berauschenden Drogen Opium und Morphium. Deren giftigen Alkaloide lassen sich durch Einritzen der unreifen Saatkapseln gewinnen. Sie sind in allen Pflanzenteilen in hohem Maße enthalten – außer in den Samen, die sich in diesen Kapseln befinden. Diese können deshalb sogar von Kindern bedenkenlos verzehrt werden.
Ergänzend merkt unsere Gemüsegarten-Autorin Marianne Scheu-Helgert an: Schlafmohn darf ebenso wie Hanf im Garten nicht angebaut werden. Allerdings steht er keinesfalls unter ähnlich rigoroser Kontrolle wie Hanf. Aufmerksame Beobachter finden Schlafmohn nicht nur an Schuttplätzen oder Ackerrändern, sondern auch in einigen Vorgärten oder zwischen den Gemüsebeeten recht häufig. In der Regel nimmt niemand
Anstoß daran.
Genutzt wird er auch selten – Schlafmohn dient mit seinen leuchtenden Lila- und Rottönen und dem türkisblauen, bewachsten Laub eher als Zierpflanze. Englische oder französische Saatgutkataloge bieten überdies prächtig gefüllt blühende Sorten in allen Farben an.

Bidunterschrift: Die Gewinnung der Alkaloide aus dem noch unreifen Milchsaft wäre sehr mühsam, zumal deren Gehalt in unserem Klima niedrig bleibt. Einige Landwirte bauen jedoch auch in Deutschland Mohn an. Sie lassen sich in einem ähnlichen Verfahren wie beim Kulturhanf den Anbau zur Ernte der reifen Samen als Blaumohn genehmigen. (Foto: Sulzberger)

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Landesgartenschau auf der Insel

In diesem Jahr gibt es – Corona sei Dank – erstmals und wohl auch einmalig zwei Gartenschauen gleichzeitig in Bayern.

Neben der »verschoben« Gartenschau in Ingolstadt (siehe auch Ausgabe April 2021 und Seite 155) öffnet vom 20. Mai bis zum 26. September 2021 unter dem Motto »Gartenstrand – vom Berg zum See« die Gartenschau in Lindau.
Aktionen der Kreisverbände auf dem Gartenschaugelände auf der Insel
Der Schwäbische Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege präsentiert sich auf der Gartenschau in Lindau an zwei Standorten. Am Gartenschaugelände auf der Insel beteiligen sich die schwäbischen Kreisverbände an einem Ausstellungsbeitrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter Federführung des Gartenbauzentrums Süd-West.
Die Kreisverbände informieren ausführlich über aktuelle Themen in Haus- und Kleingarten. Sie präsentieren aber auch schwäbische Besonderheiten wie z. B. der KV Dillingen »Schwäbische Weinweichsel und Konsorten«, der KV Oberallgäu stellt seinen »Kreislehrgarten in Sulzberg« vor, beim KV Neu-Ulm geht es um die »Veredlung und Vermehrung von Gehölzen«, der KV Ostallgäu widmet sich dem »Sommergarten« und der KV Unterallgäu befasst sich mit der »Kartoffelvielfalt« in Schwaben. Bezugnehmend auf den Bodensee steht der gesamte Ausstellungsbeitrag des Landwirtschaftsministeriums unter dem Motto »mehr grün«.
Unter Federführung des Bezirksverbandes wird ein Schaubeet von der Alpengärtnerei Sündermann gestaltet, mit wertvollen Tipps zum Steingarten und Alpinum, wie die Artenvielfalt im Garten gefördert werden kann und auch wie man der sich nach vor ausbreitenden Unsitte der Steinwüsten entgegenwirkt und welch bessere Alternativen es dafür gibt.

Bildunterschrift: Luftbildaufnahme der Versuchsstation Schlachters (Foto: BV Schwaben)

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Die »Bayerische Pflanze des Jahres 2021«:

Ein Fächerblumen-Duo sorgt für gute Laune

Eine Blütenwolke in leuchtenden Farbtönen entsteht, wo die Fächerblume gepflanzt wird. Gleich zwei neue Fächerblumen-Sorten – eine leuchtend weiße und eine blau-violette – haben es Bayerns Gärtnern besonders angetan. Die beiden harmonieren bestens und so bieten die Gärtnereien sie zusammen in einem Topf an.
Unter dem Namen »Das himmlische Duo« ist die »Pflanze des Jahres« ab dem letzten April-Wochenende in rund 250 Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes erhältlich (siehe auch Anzeige S. 128). Hitze und zeitweilige Trockenheit steckt das robuste Duo gut weg, für Sonne und Halbschatten ist es gleichermaßen geeignet. So kehrt Leichtigkeit ein auf dem Balkon wie im Garten. Und auch die Bienen sind
begeistert, Honig- und Wildbienen besuchen die faszinierenden fächerförmigen
Blüten besonders gerne.
Bezugsquellen, Pflegetipps und mehr: www.das-himmlische-duo.de

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Garteln und Kulinarik in neuer BR-Sendung

Im BR Fernsehen startet mit »Bayerns Gartenküche«…

…am 26. April eine neue Garten-Challenge. Immer montags um 20.15 Uhr treten fünf Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner in einem freundschaftlichen Wettbewerb gegeneinander an und zeigen, wie sie Obst und Gemüse anbauen und verarbeiten. Begleitet von Gartenexperte Sebastian Ehrl verraten sie auch Tipps und Tricks rund ums Gärtnern und Kochen.
In dem neuen Format geht es auch um einen Wettbewerb. Die Aufgabe ist für alle gleich: Zehn Paprika-Setzlinge sollen zu stattlichen und gut tragenden Pflanzen heranwachsen. Sebastian Ehrl vergibt die Punkte. Das zweigängige Menü am Ende jeder Folge bewerten die Gärtnerinnen und Gärtner gegenseitig. Wer gewinnt, wird am Ende der fünften Folge verraten. In den ersten Folgen gärtnern und kochen Tanja Sonntag aus Lausers/Schwaben (Obst- und Gartenbauverein Legau), Christian Dotzler aus Markt Freihung/Oberpfalz (Vorsitzender des OGV Großschönbrunn und 3. Vorsitzender des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach), Leni Kühn aus Aidling am Riegsee/Oberbayern (1. Vorsitzende KV Garmisch-Partenkirchen), Birgit Ertl Stephansposching/Niederbayern (2. Vorsitzende im KV Deggendorf und beim OGV Stephansposching) sowie Felix Schmidling aus Bamberg/Oberfranken.
Sendetermine: 26. April, 3. Mai, 10. Mai, 17. Mai und 24. Mai.

Wer von unseren Lesern Lust hat, mit seinem Garten in einer der künftigen Sendungen dabei zu sein, kann sich gerne per E-Mail melden unter: bayernsgartenkueche@megaherz.org

(Foto: BR/Anne Deiß)

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