Aus dem aktuellen Heft

Frostbeständiger Herbstflor

In den blütenarmen Herbst- und Wintermonaten bietet eine Bepflanzung von Balkonkästen oder Terrassenkübeln wenigstens ...

Kapern aus Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist frostempfindlich, die erste Reifnacht wandelt Blätter und Blüten zu Matsch.

Schlehen ernten und verwerten

Früchte und Blattwerk von Schlehen sehen aus wie Miniaturausgaben der Pflaumen, mit denen sie auch eng verwandt sind.

Aktuelles

Nachlese zur Gartenschau in Würzburg: Garten VIELFALT Franken

Unter diesem Motto waren 121 Obst- und Gartenbauvereine aus den neun Kreisverbänden in Unterfranken an 179 Tagen mit 179 Aktionen auf der Landesgartenschau in Würzburg vertreten.

Außerdem im Heft zu Lesen

Zimmerkräuter: Würze und Vitamine von der Fensterbank

Nach den ersten Frösten ist die Kräuterernte im Freiland vorbei. Verlegen Sie jetzt Ihr Aromabuffet auf eine helle Fensterbank oder in den Wintergarten! Dort geht es bei behaglicher Wärme mit Raffinessen aus dem Süden weiter. Für Küche und Gesundheit ist die Auswahl erstaunlich groß.

Viele Kräuter, nicht zuletzt aus dem Mittelmeerraum stammende Arten, sind für eine geschützte Überwinterung dankbar. Dann wachsen sie und bieten bei frostfreien Temperaturen manche Ernte. Im beheizten Wintergarten oder auf einer hellen Fensterbank lohnen in der kalten Jahreszeit sogar exotische Kräuter wie Zitronengras oder Koriander.

(Foto: Stein)

Senf – vielseitig, feurig und gesund

Antike Würze

Senf ist seit ältester Zeit als Würz- und Heilmittel bekannt. Bereits vor 2.000 Jahren nutzte man im antiken Griechenland die einjährige, gelb blühende Pflanze für medizinische Zwecke. Zeitgleich entdeckten die Römer den Senf als Gewürz und kulinarische Köstlichkeit, durch sie wurde diePflanze auch nördlich der Alpen verbreitet.

795 n. Chr. taucht der Senf zum ersten Mal in einer Schrift Karls des Großen auf. Er verordnete damals nicht nur das Anlegen von Kräutergärten, sondern auch den Senfanbau. Heute wird die Senfpflanze vor allem im Mittelmeerraum, in Vorderasien, Amerika und Indien angebaut.

Er gehört wie Kresse, Rettich und Kohl zur Familie der Kreuzblütler und wird hauptsächlich als Futter-, Gewürz- und Ölpflanze genutzt. Durch Kreuzungen entstanden zahlreiche Sorten, die für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden. So eignet sich Senfsaat auch als Gründüngung – sie keimt rasch, wächst schnell, und ihr weitverbreitetes Wurzelsystem schafft eine feinkrümelige Bodenstruktur.

(Foto: ©spline x / fotolia.com)

Szechuanpfeffer: Fast so scharf wie Pfeffer

2018 war wieder mal ein tolles Jahr für diese dornigen, widerspenstigen Gehölze mit einer Höhe von 2–3 m. Aber ich bin weder in West-China, in der Provinz Sichuan (Szechuan), noch in Tibet oder Japan. Ich ernte dieses herrlich scharfe, feinsäuerliche Gewürz in Mittelfranken, in Dixenhausen.

Seit knapp zehn Jahren baue ich Zanthoxylum simulans und Z. piperitum hier an. Mit der Klimazone 6b (= max. –17,8 °C) kommt er sehr gut zurecht und würde sogar bis –24 °C schadlos überstehen. Auch an den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche, außer dass er keine Staunässe mag.

Bei dieser Pflanze handelt es sich nicht um Piper nigrum, den echten Pfeffer, zu dessen Anbauländern Indien, Brasilien und Malaysia gehören. Der Pfeffer gehört zu den Steinfrüchten. Der Szechuanpfeffer dagegen gehört zur Familie der Rautengewächse und ist daher verwandt mit den Zitruspflanzen.

Bildunterschrift: Früchte und Blätter am Strauch. (Foto: Friedel)