Aus dem aktuellen Heft

Frühjahrsblühende heimische Gehölze

In der Vormonatsausgabe wurden frühlingsblühende Geophyten und Stauden vorgestellt, aber auch unter den heimischen ...

Fruchtwechsel statt nematodenbefallene Gelbe Rüben

Manche langjährigen Gartennutzer säen gar keine Gelben Rüben mehr an – und das ist auch richtig so. Leider hat es wohl ...

Düngung von Obstgehölzen – im Hausgarten häufig entbehrlich und in der Regel nicht jährlich notwendig

Die Notwendigkeit und Höhe von Düngungsmaßnahmen bei Obstbäumen ist immer wieder ein beliebtes Diskussionsthema. Auch in ...

Aktuelles

Ergebnis »Stunde der Wintervögel 2019«: Haussperling erobert 1. Platz

Erstmals seit 2012 belegt der Haussperling wieder den Spitzenplatz bei der 14. »Stunde der Wintervögel«. Der Spatz hatte letztes Jahr wegen des trockenen Sommers einen guten Bruterfolg. Die ...

Außerdem im Heft zu Lesen

Melonen gedeihen viel leichter als man denkt

Lohnt sich der Anbau von Melonen in unserem Klima? Für Gewächshausbesitzer ist das gar keine Frage und für leidenschaftliche Hobbygärtner auch nicht, doch kann es immer noch eine Herausforderung in kalten Sommern sein. Dabei sind Zuckermelonen relativ leicht zu ziehen, wenn man weiß, worauf es ankommt.
Zuckermelonen haben kleinere Früchte von 600-800 Gramm Gewicht, dafür sitzen 5-7 an einer Pflanze. Achten Sie auf frühe Sorten wie z.B. ‚Fiesta F1‘, ‚Artemis F1‘ oder ‚Caribbean Gold F1‘, eine Züchtung, die nicht nur resistent ist gegen die tückische Fusarium-Welke-Krankheit sondern auch von Natur aus hochtolerant gegen Blattläuse und Mehltau.
Bildunterschrift: Dekorativ genetzte israelische Galia-Melonen (Foto:Stein)

Das Gänseblümchen und seine Gäste

Lange Blütezeit

Das bescheidene Gänseblümchen zählt zu den blühfreudigsten Pflanzen der heimischen Flora. Ist genügend Licht vorhanden, blühen Gänseblümchen praktisch das ganze Jahr über und ertragen auf schneefreien Flächen bis zu -17°C Trockenfrost ohne Schaden. Selbst unter einer dünnen Schneedecke vermögen sich die Blütenkörbchen zu entfalten.
Wächst das Gänseblümchen auf einer Mähwiese, kann es etwa ab Mitte Mai wegen zunehmender Beschattung durch Gräser und andere Kräuter keine Blütenknospen mehr anlegen. Erst nach der Mahd kommt es zu einer zweiten Blüte. Auf kurz geschorenen Rasen erweist sich das Gänseblümchen geradezu als Dauerblüher.
Auf Zierrasen pflanzt man gerne Zuchtformen mit gefüllten Körbchen, in denen die Scheibenblüten durch Zungenblüten ersetzt sind. Eine bekannte und gern verwendete Sorte ist Bellis perennis ‚Pomponette‘ mit rosa bis roten Blüten.

Bildunterschrift: Honigbienen sammeln Pollen und Nektar des Gänseblümchens. (Foto: Rickenbach)

Brauchen wir eine Willkommenskultur im Naturschutz?

Naturschützer, Waldbewirtschafter, Landwirte, Biologen, Ökologen und andere Wissenschafter sind nicht unbedingt einer Meinung, wenn es darum geht, zu entscheiden, was schützenswert ist und welche Gegenmaßnahmen gegen Zuwanderer wann angebracht sind. Gerade angesichts der Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, fordern einige ein Umdenken im Naturschutz: Schluss mit der Schwarz-Weiß-Malerei – die Neubürger unter den Pflanzen und Tieren sind nicht grundsätzlich schlecht, sie können sogar die Lösung mancher Probleme sein.
Das verstehen die meisten unter Naturschutz: Biotope mit einheimischen und alteingebürgerten Pflanzen und Tieren sollen um jeden Preis erhalten bleiben. Werden sie bedroht, beispielsweise wenn sie von neu zugewanderten Arten zurückgedrängt werden, werden harte Gegenmaßnahmen ergriffen: Die pflanzlichen Einwanderer werden gerodet oder mit anderen Unkrautvernichtungsmethoden zur Strecke gebracht, tierische Fremdlinge werden geschossen, vergiftet oder es werden natürliche Feinde ausgesetzt.

Bildunterschrift: Eine dieser geächteten pflanzlichen Neubürgerinnen bei uns in Deutschland ist das Drüsige Springkraut. Es stammt vom Indischen Subkontinent, genauer aus dem Himalaja. Die Briten brachten die einjährige Pflanze im 19. Jahrhundert nach Großbritannien. Von da aus kam sie als Zierpflanze nach Kontinentaleuropa. Nun gefällt es ihr auch bei uns, sie hat die Gartenzäune längst überwunden und breitet sich vor allem in feuchten, lichten Wäldern und Auen mit hohem Nährstoffgehalt im Boden aus. (Foto: Hauser/botanikfoto)