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Aus dem aktuellen Heft

Türken-Mohn

Häufig liest man, Papaver orientale bräuchte steinige, magere und trockene Böden. Dies ist nur bedingt richtig, denn viele ...

Linsen und andere Leguminosen ernten

Jetzt reifen so nach und nach die nahrhaften Leguminosen: Palerbsen eröffnen den Reigen, gefolgt von Markerbsen, ...

Die Erdbeerzeit ist eingeläutet

Heimische Erdbeeren aus sogenannten Wandertunneln sind zwar schon im April erhältlich. Im Garten ist aber ist weiterhin der ...

Aktuelles

Pfingstrosengesteck in XXL

Pfingstrosen werden als Königinnen der Zierpflanzen bezeichnet,...

Außerdem im Heft zu Lesen

Schrotschusskrankheit an Steinobst und Verwandten

Das typische Schadbild der Schrotschuss krankheit sind Blätter, die schrotschussartig gefleckt und/oder durchlöchert sind. Wegen der Löcher wird oft ein Schädlingsbefall vermutet, doch wenn man genauer beobachtet, sieht man: Schon bald nach dem Austrieb treten an den Blättern zuerst kleine Aufhellungen auf, die sich in Kürze in mehr oder weniger runde, rötlich-braune Stellen verwandeln, die dann absterben und herausfallen, so dass oft nur Löcher mit feinem braunen Rand übrigbleiben.
Die Schrotschusskrankheit (englisch: Shot hole disease) wird von einem Pilz (Stigmina carpophila) verursacht (Synonyme sind Clasterosporium carpophilum, Wilsonomyces carpophilus und Coryneum beijerinckii).
Der Krankheitserreger infiziert Süß- und Sauerkirsche, Pflaume, Pfirsich, Mirabelle, Mandel und auch Vogelkirsche, Traubenkirsche, Zierkirsche, Zierpflaumen sowie Kirschlorbeer. All diese Gehölze gehören zur Gattung Prunus, die wiederum zur großen Familie der Rosengewächse gehört. Befallen werden Knospen, Blätter, Früchte und Triebe.

Bildunterschrift: Von der Schrotschusskrankheit befallene Kirschen bekommen eingesunkene Flecken.(Foto: schadbild.com)

Vom Artenschutz im Siedlungsraum

Artenschutz in der Stadt? Geht das? Erstaunlicherweise ist der Siedlungsraum für sehr viele Pflanzen – und damit auch Tierarten ziemlich attraktiv. Inzwischen leben in Parks, in Gärten, auf Balkonen und Terrassen, zwischen und auf den Häusern sogar mehr Tierarten als in der industriell geprägten Land(wirt)schaft. Dr. Reinhard Witt berichtet, welche Zutaten für mehr Artenschutz im Siedlungsraum notwendig sind.
Aus jedem x-beliebigen Stückchen Grün mit irgendwelchen Pflanzen kann ein Garten für ganz bestimmte Tiere werden. Im Prinzip ist Artenschutz in der Stadt ganz einfach. Es ist ein bisschen wie Kuchenbacken: Damit das Ganze gut wird, braucht es nur vier Zutaten. Einige davon dürften Sie schon im Haus haben.

(Foto: Dr. Witt)

Pflanzengifte

Zu den wichtigsten Gruppen pflanzlicher Toxine gehören Alkaloide, herzwirksame und cyanogene Glykoside und Saponine. Zu den Alkaloiden gehören so berüchtigte und hochgiftige Stoffe wie Aconitin, das Gift des Eisenhutes (Aconitum), Atropin, das Gift der Tollkirsche (Atropa belladon na), Coniin, das Gift des Gefleckten Schierlings (Conium maculatum), Solanin, das Gift der Nachtschattengewächse oder das Pfeilgift Curare. Zu den herzwirksamen Glykosiden gehören beispielsweise Digitalisglykoside, gewonnen aus den Blättern des Fingerhutes, oder Strophantine. Zu den cyanogenen Glykosiden gehört die bekannte Blausäure, die sich in den Samen vieler Pflanzen findet. Saponine sind Stoffe, die sich in Wasser seifenartig verhalten, woher ihr Namen kommt. Sie finden sich z. B. in Seifenkraut (Saponaria officinalis), aber auch in Bucheckern, den Früchten unserer heimischen Rot-Buche (Fagus sylvatica).

Bildunterschrift: Die Beeren unseres heimischen Ligusters (Ligustrum vulgare) sind als schwach giftig einzuordnen. Beim Verzehr größerer Mengen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. (Foto: Gropper)