Aus dem aktuellen Heft

Populäre Gartenpflanzen

Prächtig blühende Gartengehölze mit großer Schmuckwirkung sind zum Beispiel Goldregen mit auffallenden gelben ...

Hochbeet – auch im Herbst gut bebaut

Der kostbare Platz im Hochbeet sollte bis weit nach Weihnachten genutzt werden. Dazu kann man viele Kulturen natürlich schon ...

Frühe Obsternte in diesem Jahr

Die hohen Temperaturen im Mai haben die Entwicklung der Obstgehölze stark vorangetrieben, so dass wir bei den Äpfeln und ...

Aktuelles

Volle Ernte aus dem Garten

Christoph Kolumbus brachte die Tomate...

Außerdem im Heft zu Lesen

Heimisches Superfood von Baum und Strauch

Auch im eigenen Garten können Wildgehölze angepflanzt werden, nicht zuletzt um damit einen Lebensraum für Vögel und Kleintiere zu schaffen. Beim Sammeln der wilden Früchte geht es dann nicht um große Mengen: Es sind absolute Raritäten, aus denen man Köstlichkeiten – wie z. B. Gelees, Konfitüre, Chutneys, Desserts und Liköre – herstellen kann, die in dieser Originalität und Qualität in keinem Supermarktregal zu finden sind. Feinstes Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe machen sie zum echten Superfood auch für Gourmets.
Unter der orangeroten Farbe der Hagebutte und der Eberesche verbergen sich wahre Schätze. Dazu gehören Beta-Karotinoide, eine Vorstufe von Vitamin A, dessen Wirkstoff gut für unsere Haut und Augen ist. Weitere wertvolle Pflanzeninhaltsstoffe sind Antioxidanzien, die einen Zellschutz bieten und das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Die Hagebutte ist Top-Favorit, was den Vitamin-C-Gehalt betrifft: 1250 mg pro 100 g Fruchtmasse!

Bildunterschrift: Ebereschen (Foto: Hofbauer)

»Update« im Staudengarten

Ausbleibende Niederschläge in zunehmend trockeneren Sommern und der Wunsch nach pflegeleichteren Staudenbeeten ohne permanente Gießarbeiten haben dem Reich der klassischen Beetstauden in den letzten Jahren sichtlich
zugesetzt. Ein Hauch von Krise liegt in der Luft. Doch es gibt eine Lösung!
Pflegeleichte Staudenbeete, die vom Frühling bis in den späten Herbst hinein feine farbliche Akzente setzten und auch abseits der Blüte durch Blattwerk, Halmlandschaften und Samenstände ansprechende Ausrufezeichen setzen, können uns auch unter trockeneren Bedingungen noch begeistern. Man spricht bei solchen Pflanzenkombinationen von Prärie- oder auch Kiesgärten. Letztere Bezeichnung ist allerdings durch missverstandene Gestaltungsprinzipien in Verruf geraten.
Die Pflanzenauswahl trockenheitsverträglicher Staudenpflanzungen orientiert sich im Prinzip am Lebensbereich Steppenheide. Formen und Farben lassen hier kaum Wünsche übrig. Hier ist das Reich der wogenden Gräser, der leuchtenden Salbei-Arten, der aromatischen Katzenminzen oder der bunten Schwertlilien.

Bildunterschrift: In der mit Lavagestein abgedeckten Beetoberfläche gehen so schnell keine unerwünschten Samen auf. Schon im zweiten Jahr bedecken die Stauden weitgehend das Beet. (Foto: Neder)

Neue Viruskrankheit an Tomaten, Paprika & Chili

Das Tomato Brown Rugose Fruit Virus (ToBRFV), auch als Jordanvirus bezeichnet, ist für den Tomaten- und Paprikaanbau sehr gefährlich.
Das Virus ist sehr leicht übertragbar, sehr widerstandsfähig und extrem langlebig. Schon wenige übertragene Viren lassen die Krankheit ausbrechen. Hitze macht den Viren offenbar wenig aus. Sogar über 50 Jahre alter eingetrockneter Pflanzensaft kann noch infektiös sein. Tomaten und Paprika sind wegen der langen Kulturdauer und den häufigen Pflege- und Erntearbeiten besonders gefährdet.
Nicht nur dieses Virus, auch viele andere Krankheitserreger können in/an Blattresten, Samen und verseuchter Erde/Kompost, Haltestäben, Scheren und anderen Werkzeugen überdauern. Spätestens dann wenn man Probleme hatte muss man auch als Freizeitgärtner auf Hygiene achten: Kranke Pflanzen von Beeten immer sauber abräumen, Haltestäbe, Bindematerial, Werkzeuge und ähnliches vor Gebrauch (und zwischendrin) desinfizieren.

Bildunterschrift: Der Befall an Tomatenfrüchten kann sehr unterschiedlich sein. Je nach Sorte oder Stadium der Fruchtentwicklung zeigen sich Flecken, Streifen oder Mosaikmuster, manchmal auch Missbildungen. (Foto: eppo.int/Prof. Salvatore Davino)