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Senf – vielseitig, feurig und gesund

Antike Würze

Senf ist seit ältester Zeit als Würz- und Heilmittel bekannt. Bereits vor 2.000 Jahren nutzte man im antiken Griechenland die einjährige, gelb blühende Pflanze für medizinische Zwecke. Zeitgleich entdeckten die Römer den Senf als Gewürz und kulinarische Köstlichkeit, durch sie wurde diePflanze auch nördlich der Alpen verbreitet.

795 n. Chr. taucht der Senf zum ersten Mal in einer Schrift Karls des Großen auf. Er verordnete damals nicht nur das Anlegen von Kräutergärten, sondern auch den Senfanbau. Heute wird die Senfpflanze vor allem im Mittelmeerraum, in Vorderasien, Amerika und Indien angebaut.

Er gehört wie Kresse, Rettich und Kohl zur Familie der Kreuzblütler und wird hauptsächlich als Futter-, Gewürz- und Ölpflanze genutzt. Durch Kreuzungen entstanden zahlreiche Sorten, die für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden. So eignet sich Senfsaat auch als Gründüngung – sie keimt rasch, wächst schnell, und ihr weitverbreitetes Wurzelsystem schafft eine feinkrümelige Bodenstruktur.

(Foto: ©spline x / fotolia.com)

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