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Szechuanpfeffer: Fast so scharf wie Pfeffer

2018 war wieder mal ein tolles Jahr für diese dornigen, widerspenstigen Gehölze mit einer Höhe von 2–3 m. Aber ich bin weder in West-China, in der Provinz Sichuan (Szechuan), noch in Tibet oder Japan. Ich ernte dieses herrlich scharfe, feinsäuerliche Gewürz in Mittelfranken, in Dixenhausen.

Seit knapp zehn Jahren baue ich Zanthoxylum simulans und Z. piperitum hier an. Mit der Klimazone 6b (= max. –17,8 °C) kommt er sehr gut zurecht und würde sogar bis –24 °C schadlos überstehen. Auch an den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche, außer dass er keine Staunässe mag.

Bei dieser Pflanze handelt es sich nicht um Piper nigrum, den echten Pfeffer, zu dessen Anbauländern Indien, Brasilien und Malaysia gehören. Der Pfeffer gehört zu den Steinfrüchten. Der Szechuanpfeffer dagegen gehört zur Familie der Rautengewächse und ist daher verwandt mit den Zitruspflanzen.

Bildunterschrift: Früchte und Blätter am Strauch. (Foto: Friedel)

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