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Überblick beim Kauf von Paprika-Jungpflanzen

Wer wollte nicht spontan zu den Sorten mit den im Handel beliebten, großfruchtigen blockförmigen Früchten mit dicker, saftiger Fruchtwand greifen? Solche Riesen sind jedoch leider im Anbau sehr anspruchsvoll. Wer ihnen im Gewächshaus hohe Temperatur, hohe Luftfeuchte, einen sehr lockeren, gleichbleibend mäßig feuchten Boden bieten kann wie der Profi, hat vielleicht auch Erfolg mit ihnen.
Am wichtigsten und zugleich am schwierigsten: Die ersten Blüten bis Kniehöhe müssen alle möglichst frühzeitig entfernt werden. Nur so bilden sich genügend Triebe und Blattwerk, um dann später die schweren Früchte mit genügend Baustoffen (aus der Assimilation) zu versorgen.
Deutlich zuverlässiger gelingen Sorten von Spitzpaprika bzw. Bullhorn-Paprika. Sie sind dünnwandiger als die blockigen, haben aber größere Einzelfrüchte als die Snacksorten. Und noch einfacher gelingen so gut wie alle der neueren Snacksorten, die im Spätsommer reichlich Fruchtansatz erwarten lassen. Die oft nur 10 cm langen Früchte sind meistens dreieckig mit abgerundeter Spitze. Ihr Fruchtfleisch ist süß, und im Inneren sitzen die Samen meist dicht gedrängt nur im Bereich des Stielansatzes, nicht aber an den Seitenwänden.

(Foto: Scheu-Helgert)

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