Eine ganze Reihe von Ziersträuchern lässt sich leicht durch Steckhölzer vermehren. Hierzu gehören z. B. Zierjohannisbeeren, Deutzien, Bauernjasmin, Weigelien, bunte Hartriegelarten, Heckenkirsche, Holunder, Liguster und Weiden. Bei den Obstgehölzen sind es z. B. Johannisbeeren oder Feigen. Sträucher mit sehr hartem Holz wie Haselnuss oder Weißdorn eignen sich weniger, denn sie bewurzeln kaum.
Steckholz richtig schneiden
Unter Steckholz versteht man ein Teilstück eines einjährigen Holzes, das wir in der winterlichen Ruhezeit nach dem Laubfall ab etwa November bis Januar schneiden. Gehölzarten, bei denen die Knospen schon sehr früh schwellen, schneiden wir besonders zeitig. Hierzu gehören z. B. Heckenkirschen oder Holunder. Die Bewurzelungsquote aus zweijährigem Holz ist deutlich schlechter, weshalb man sich auf die jungen Triebe konzentriert. Die einjährigen Ruten sollten kräftig gewachsen, aber nicht „mastig sein“, was nach starker Düngung auftreten kann. Die Abstände zwischen den Blattknoten sind im Idealfall relativ kurz. Je nach Strauchart ist das Steckholz in der Regel etwa 20 Zentimeter lang.
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