„Bitter macht warm ums Herz“
So lautet zu Recht ein altes Sprichwort der Heilpflanzenkunde. Traditionell wurden Bitterstoffe zum Tonisieren eingesetzt – gegen das ganze Spektrum an psychischem Unwohlsein von Winterdepression und Frühjahrsmüdigkeit über Null-Bock-Stimmung, quälende Selbstzweifel bis hin zum Burn-out-Syndrom. Und gegen winterliches Völlegefühl, darum gehört auch Beifuß in die Gans, und danach gibt es einen „Kräuterbitter“.
Die Bitterstoffe aktivieren den Stoffwechsel, die körpereigenen Systeme laufen schneller, Schadstoffe und Metaboliten werden schneller ausgeschieden („Detox“). Das ist gerade im Winter und Vorfrühling wichtig. Ist der Körper fit, werden Belastungen nicht als Stress, sondern als lösbare Aufgabe, als positive Herausforderung wahrgenommen.
Wildkräuter mit Bitterstoffen
Leider sind Bitterstoffe heute weitestgehend aus den Gemüsen herausgezüchtet: Einst musste Endivie noch zwei Stunden gewässert werden, heute schmeckt sie kaum anders als Kopfsalat. Darum helfen Wildkräuter als natürliche Nahrungsergänzungsmittel. Ernten statt jäten ist also die Devise, wenn wir die Beete startklar machen.
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