Handgepflückte Tafelware wird im Erwerbsanbau kaum mehr von Sträuchern, sondern von ein- oder zweitriebigen Spindeln am Drahtgerüst gewonnen. Bei dieser Erziehungsform von Johannis- und Stachelbeeren, die eintriebig (bevorzugt bei Stachelbeeren) oder als Zwei- bzw. Dreiasthecke (Rote Johannisbeere) erfolgen kann, wird die ursprünglich mehrtriebige Pflanzware auf ein bis drei stärkere Äste reduziert. Für den Freizeitgartenbau hat das entscheidende Vorteile: Platzersparnis, bequeme Ernte, gute Belüftung, bessere Fruchtqualitäten und die im Vergleich zu Stämmchen sortenechte Neutriebbildung aus der Basis. Allerdings brauchen Hecken ein Drahtgerüst. Bei einzelnen Pflanzen gewährleisten Stäbe die erforderliche Stütze.
Pyramidenförmig ziehen
Die im Abstand von 50 cm gepflanzten Eintrieber werden wie eine pyramidenförmige Spindel erzogen. Um den Wuchs des Mitteltriebes zu fördern, wird er im ersten Jahr mehrmals geheftet, drei bis vier Konkurrenzaugen unterhalb der Terminalknospe ebenso ausgebrochen wie die unteren Knospen bis 40 cm Höhe über dem Boden. Im zweiten Jahr werden wieder Konkurrenzknospen an der Spitze ausgebrochen.
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