Kronenerziehung an Halb- und Hochstämmen
Für die Erziehung von Halb- und Hochstämmen gilt heute allgemein eine Kronenform, bestehend aus Stammverlängerung, drei bis vier Leitästen, Fruchtästen und Fruchtholz, als ideal. Unter diesen Baumelementen besteht eine klare Rangordnung, die sich an der naturgemäßen Entwicklung von Obstbäumen orientiert. Dabei ist die Stammverlängerung den Leitästen leicht übergeordnet bis gleichrangig, Fruchtäste sind den Leitästen und der Stammverlängerung untergeordnet. Das Fruchtholz selbst ist den Fruchtästen untergeordnet und setzt überwiegend an diesen an. Es kann sich aber auch direkt an den Leitästen oder der Stammverlängerung entwickeln.
Die an den Leitästen erzogenen Fruchtäste weisen nach außen. Die Stammverlängerung ist spindelförmig mit kurzen Fruchtästen und Fruchtholz bekleidet. Öschberg-, Rund-, Pyramidenkrone oder auch naturgemäße Krone sind Begriffe, die für dieses Grundprinzip der Baumerziehung je nach Bezeichnung mit leichten Abwandlungen in der Literatur Verwendung finden. Im Gegensatz dazu wird bei Niederstammformen auf überwiegend schwachwachsenden Unterlagen die Spindel als die optimale Erziehungsform betrachtet.
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