Nachteile von Reisig im Hochbeet
Häufig wird empfohlen, Reisig als unterste Schicht im Hochbeet einzubringen. Damit könne man gleich das Schnittgut aus dem Garten verwerten. In älteren, gut eingewachsenen Gärten wie meinem müsste man jährlich zehn Beete anlegen, um all das anfallende Schnittreisig unterzubringen. Die viel gelobte „Problemlösung“ funktioniert so nicht.
Vor allem aber widerspricht das tiefe Einbringen von Holz und anderem organischen Material den Gegebenheiten in der Natur: Dort liegen Pflanzenreste überwiegend oben auf dem Boden. Nur unter luftigen Bedingungen werden sie zur Drehscheibe des Lebens. Unzählige Insekten und Würmer, dazu Pilze und Bakterien schließen die wertvollen Inhaltsstoffe auf, die somit wieder als Pflanzennährstoffe zur Verfügung stehen.
Wer mehrjährige Kulturen wie mediterrane Kräuter oder Erdbeeren pflegen will, findet sie auf Hochbeeten mit Reisigfüllungen oft schon nach einem Jahr abgesackt im Schatten, unter 20 cm, später schnell noch tiefer. Ein mäßiger Abstand zwischen Erde und der Oberkante des Hochbeetes kann sinnvoll sein,
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