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Herbst ist Kohlzeit

Heiße Sommermonate werden für unsere gewohnten Kohlarten immer mehr zum Problem. Herbst- und Winter-Kopfkohle und auch Rosenkohl muss man nach wie vor ab Ende Mai, spätestens Juni auspflanzen. Das heißt natürlich, wir Gärtner müssen sie gut über die heißen und oft auch trockenen Sommermonate bringen. Das ist für die ursprünglich aus westeuropäischen Küstenregionen herstammenden Gewächse durchaus stressreich. Für Gärtner heißt das: Es ist viel Wasser nötig.
Chinakohl kann noch im August, Senfkohl im September gepflanzt werden, die gießintensiven Phasen sind dadurch wesentlich kürzer. Und in den meisten Jahren ist ab Ende September auch nicht mehr mit allzu vielen Schädlingen (außer
Weißer Fliege) zu rechnen.
Was früher unbedingt im Oktober geerntet werden musste, z. B. Gelbe Rüben oder Sellerie, kann fast überall in Bayern noch bis weit in den November hinein stehen bleiben. Hinzu kommen spezielle Herbstkulturen wie Chinakohl oder Senfkohl und natürlich eine breite Palette an Salaten. Sie überstehen leichte Reifnächte. Sind aber einige kältere Nächte dabei, leiden vor allem erntefertige Endiviensalate oder auch Chinakohl. Man erntet sie also ab oder deckt sie – das ist viel einfacher – mit Verfrühungsvlies zu. Dies hält allzu strenge Fröste fern.

Bildunterschrift: Außen Schneckenfraß und Flecken (verursacht von der an Chinakohl häufigen Pilzkrankheit Alternaria) – innen wunderbare Köpfe. (Foto: Scheu-Helgert)

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