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Das Lungenkraut und seine Gäste

Eine der ersten Frühlingsblumen, die schon im März oder spätestens anfangs April erscheint, ist das im Volksmund auch als Kuckucks-, Oster- oder Gertrudenblume (St. Gertrud ist der 17. März) bekannte Echte
Lungenkraut (Pulmonaria officinalis).
Das Lungenkraut ist eine ganz eigentümliche Pflanze, die in ihrem Erscheinungsbild raue Derbheit mit lieblicher Anmut vereint. Der Stängel und die Blätter sind mit borstigen Haaren besetzt, die eine gute Abwehr gegen Schnecken bilden. Recht anmutig präsentieren sich dagegen die freundlichen Blüten, die zuerst rosenrot schimmern und sich dann tief veilchenblau färben.
Wie Buschwindröschen, Leberblümchen, Schlüsselblume, Veilchen oder Maiglöckchen besitzt das Lungenkraut einen stärkehaltigen Wurzelstock, der im zeitigen Frühjahr dem jungen Trieb die zum Aufbau von Blatt und Blüte notwendigen Nährstoffe zuführt.

Bildunterschrift: Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines), hier ein Männchen, hat die kalte Jahreszeit im Puppenstadium überdauert. (Foto: Below)

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