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Der vielfältige Obstgarten – ein Paradies für Mensch und Tier

Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland nutzen einen Kleingarten und können somit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten. Biologische Vielfalt beginnt im eigenen Umfeld. Hier kann insbesondere auch der Obstgarten zur Verbesserung der Lebens-bedingungen von blütenbesuchenden Insekten beitragen. Ein vielfältiger Obstgarten ist aber auch für uns Menschen besonders attraktiv. Zu unterschiedlichen Terminen blühende Obstbäume, Beerensträucher und Erdbeeren erfreuen zum einen das Auge, Früchte, die das ganze Jahr über etwas zum Naschen bieten, zum anderen auch unseren Gaumen. Was gibt es Schöneres als von Mai bis Oktober Obst aus dem eigenen Garten zu ernten?

Lange Blütezeit unterstützt Insekten
Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten des Jahres blühen, verbessern das Nahrungsangebot von Bienen, Hummeln und anderen blütenbesuchenden Insekten.

Die Obstblüte beginnt schon im März mit Mandeln, Aprikosen und Kornelkirschen. Bereits sehr früh blüht auch die Honigbeere oder Sibirische Blaubeere, ein etwa 1,5 m hoher Strauch mit zierlichen, gelben Blüten und blauen, heidelbeerartigen Früchten. Zumeist etwa Anfang April folgen Pfirsche, Stachelbeeren, Schwarze und Rote Johannisbeeren. Ungefähr Mitte April beginnt dann die Blüte der Zwetschgen, Mirabellen, Renekloden und der Süßkirschen. Zwischen Mitte und Ende April folgen Birnen, Sauerkirschen Äpfel, Erdbeeren und Heidelbeeren. Anfang bis Mitte Mai erscheinen die Blüten der Quitten und bilden den Abschluss der heimischen Baumobstblüte.
Eine sehr gute Bienenweide stellen jetzt Brombeeren und Himbeeren im Obstgarten dar, deren Blüte ab Mitte Mai beginnt und je nach Sorte bis in den August hinein andauern kann.Obstblüten während der Sommermonate bieten zusätzlich remontierende Erdbeeren. Weitere Obstarten mit später Blüte im Juni sind beispielsweise auch Holunder und Minikiwis.

Bildunterschrift: Honigbeeren können bereits Ende Mai im Garten geerntet werden. (Foto: Riehl)

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