Aus dem aktuellen Heft

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Die Dreieckigen in die Kiste

In Deutschland sind lange, walzenförmige Möhren am beliebtesten (vgl. Gartenratgeber Februar 2018). Weltweit sind ...

Herzapfel zum Valentinstag

Am 14. Februar ist Valentinstag. Für die einen ist der Tag pure Geschäftemacherei, für die anderen eine wunderbare ...

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Ein vogelfreundlicher Garten

Peter Berthold bezeichnet sich selbst bisweilen als »Ornithomanen« – also als jemand, der den Singvögeln regelrecht verfallen ist. Zum Lebensmotto hat er den Leitspruch von Don Bosco gewählt: »Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen«. Thomas Neder besuchte Peter Berthold in seinem Gartenparadies, wo in der Tat auch viele leibhaftige Spatzen pfeifen.

Dass er seine nachfolgenden Empfehlungen auch selbst mit größter Überzeugung umsetzt, merkt man schon nach wenigen Schritten: Das kleine Haus am Hang ist so gut be- und eingegrünt, dass so mancher Besucher, wie Berthold mit einem schelmischen Schmunzeln berichtet, am scheinbar verwaisten Haus einfach vorbeigefahren ist.

In seinem Buch »Unsere Vögel«, ein Spiegel-Bestseller, beschreibt Berthold die aktuell katastrophale Situation unserer heimischen Vogelwelt. Die Rote Liste bezeichnet er als »die röteste, die wir je hatten«. Deshalb erscheint es ihm nötig, dass die Gartenbesitzer, von denen sehr viele auch Vogelfreunde sein dürften, ihren Garten gezielt vogelfreundlich gestalten.

Bildunterschrift: Beerentragende Sträucher decken in der kalten Jahreszeit die Naschtheke für die heimische Vogelwelt. (Foto: Neder)

Die Benjeshecke – oder – Lebendiges Totholz

1990 reiste aus Frankfurt am Main ein Herr Benjes nach Hilpoltstein, eine Nachbarstadt von Thalmässing. Er hielt einen Vortrag, in dem es um Einfriedungen ging und um den Schutz vor Wildverbiss.

Mein Garten war noch ein Hektar Wiese, auf dem sich die Rehe unter Nachbars Obstbäumen tummelten. Hier kleine Jungbäumchen gesund aufziehen zu können, schien unmöglich. Wie hoch müsste ein Zaun sein, um Rehe und Co von den zarten Pflänzchen abzuhalten?

Da kam der besagte Vortrag gerade recht. Hermann Benjes hatte da etwas aufgegriffen, was in der frühen Landwirtschaft durchaus auf Tradition beruhte. Bauern lagerten ihr Schnittgut häufig als Grenzmarkierung zwischen Weide- und Ackerland. Aus diesem angehäuften Schnittgut keimten die Hecken im Schutz des Totholzes.

(Foto: Friedel)

Superfoods- Super aus der eigenen Region!

Was sind eigentlich Superfoods? Glaubt man den Experten, so verfügen Superfoods über einen besonders hohen Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen und heben sich damit von „normalen“ Lebensmitteln ab! Tatsächlich gibt es aber bis heute keine offizielle fachliche oder rechtlich bindende Definition für Superfoods! Der Begriff ist also rechtlich nicht geschützt, wie zum  Beispiel die Bezeichnung „Bio“!

Exotische Superfoods, die in der Regel aus dem Ausland kommen sind zum Beispiel Chiasamen, Aronia-Beere, Goji-Beere, Maniok, Moringaöl oder Quinoa. Lebensmittel die als Superfoods bezeichnet werden, sind überwiegend pflanzliche Produkte, mit einer besonders hohen Dichte an Nährstoffen, wie Vitaminen, Mineralstoffen, sekundäre Pflanzenstoffen und Ballaststoffen. Die gesundheitlichen Vorteile werden mit einem sehr hohen Anteil an Antioxidanzien, wie Vitamin E und Vitamin C , und einem besonders hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, die Entzündungsprozesse vermindern und vor chronischen Erkrankungen schützen, begründet. Auch der besonders hohe Gehalt an Chlorophyll wird hervorgehoben, weil es angeblich blutreinigend und eine sauerstoffanreichernde Wirkung haben soll, das lässt sich jedoch bis jetzt nicht wissenschaftlich nachweisen.

Bei den Superfoods aus dem Ausland gewinnt man den Eindruck, desto ungewöhnlicher und fremdartiger, desto beliebter, doch Kenner haben schon längst erkannt, auch in unseren Breiten wachsen Pflanzen , die das Zeug zum Superfood haben! Pflanzliche Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte wachsen vor unserer Haustüre!!! Heimische Superfoods sind zum Beispiel: Weiß-, Rot- und Grünkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Feldsala, Rucola, Spinat, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Kürbis. Früchte und Beeren , wie Brombeeren, Johannisbeeren und Holunderbeeren. Heimische Nusssorten, wie Walnüsse, Haselnüsse, Leinsamen, aber auch Esskastanien, die meisten unserer Gartenkräuter, aber auch Gewürze, wie Meerrettich und Senf. Die Liste ließe sich noch beliebig fortführen.

(Foto: Mayor)