Archiv: Ausgabe Die Benjeshecke – oder – Lebendiges Totholz

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Die Benjeshecke – oder – Lebendiges Totholz

1990 reiste aus Frankfurt am Main ein Herr Benjes nach Hilpoltstein, eine Nachbarstadt von Thalmässing. Er hielt einen Vortrag, in dem es um Einfriedungen ging und um den Schutz vor Wildverbiss.

Mein Garten war noch ein Hektar Wiese, auf dem sich die Rehe unter Nachbars Obstbäumen tummelten. Hier kleine Jungbäumchen gesund aufziehen zu können, schien unmöglich. Wie hoch müsste ein Zaun sein, um Rehe und Co von den zarten Pflänzchen abzuhalten?

Da kam der besagte Vortrag gerade recht. Hermann Benjes hatte da etwas aufgegriffen, was in der frühen Landwirtschaft durchaus auf Tradition beruhte. Bauern lagerten ihr Schnittgut häufig als Grenzmarkierung zwischen Weide- und Ackerland. Aus diesem angehäuften Schnittgut keimten die Hecken im Schutz des Totholzes.

(Foto: Friedel)

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