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Auberginen, Eierfrüchte zum Schmoren und Grillen

Die Nachtschattengewächse (Solanum melongena, Solanaceae) sind ursprünglich im tropischen Asien zuhause. Mit ihren weichen, samtig behaarten, großen lanzettlichen Blättern und den hübschen violetten Blüten und gelben Staubgefäßen sind sie ausgesprochen hübsche Gemüse. Die Pflanzen wachsen buschig und erreichen etwa 50-70 cm Höhe. Die lackglänzenden, glatten Früchte in Schwarz-violett, gestreift Weiß-violett, Gelb oder Weiß sind eier-, keulen- oder birnenförmig und lassen die Pflanze noch interessanter erscheinen. Auberginen gedeihen wegen ihrer hohen Ansprüche an Wärme in kalten Jahren besser im Gewächshaus als im Freiland. Die Früchte gelangen dort sicher zur Reife.
Die Ernte beginnt unter Glas ab Ende Juli, im Freien ab August sobald die Früchte dunkel gefärbt sind. Gedünstet oder gebacken nach Mittelmeer-Rezepten zubereitet (z.B. Moussaka mit Hackfleisch) oder in Öl eingelegt sind Auberginen ein Leckerbissen.
Sorten: Am ertragsichersten sind Sorten mit langen keulenförmigen Früchten wie ‚Blacky‘, ‚Negro‘ und ‚Lange Violette‘. Im Gewächshaus gedeihen die etwas empfindlicheren, großen eiförmigen Sorten ‚Baren‘ ‚Madonna’, ‚Adria‘. Für die Topfkultur auf dem Balkon eignen sich kleinfrüchtige schwarze Sorten wie ‚Ophelia’ oder ‚Patio Baby’. Auch die bei Kindern beliebten sogenannten „Eierbäume“ mit gänseeigroßen cremeweißen Früchten sind eine von vielen Variationen der Aubergine.

Bildunterschrift: Diese Auberginen-Variante mit den weißen eierförmigen Früchten ist zusätzlich ein attraktiver Hingucker für Groß und Klein. (Foto: Stein)

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