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Magnolien

Abgesehen von Rhododendren gibt es im Frühling wohl kaum prächtigere Blütengehölze als Magnolien. Aufgrund ihrer exotischen Erscheinung könnte man sie für überzüchtete Neuzeit-Erscheinungen halten. Aber weit gefehlt: Magnolien sind erdgeschichtlich uralte Pflanzen, die schon seit der Kreidezeit, also seit ungefähr 100 Millionen Jahren, auf unserem Planeten existieren.
Auch mit der Exotik ist es gar nicht so weit her, wie man vielleicht denken könnte: Im Zeitalter des Tertiär, also vor ca. 66 bis 2,6 Millionen Jahren, war das Klima in Mitteleuropa subtropisch, und es gab ganze Magnolienwälder. Während der Eiszeiten ist die Gattung bei uns allerdings ausgestorben. Ihr jetziges Vorkommen beschränkt sich auf Asien und Amerika.
Benannt ist die Gattung nach Pierre Magnol, der im 17. Jahrhundert, also zu Zeiten Ludwigs XIV., Direktor des Botanischen Gartens in Montpellier war.

Bildunterschrift: Durch Kreuzung entstanden Hybriden wie ‚Big Dude‘ mit auffallender Blütengröße und -farbe. (Foto: Gropper)

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