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Neues Kürbissortiment

Wo in Mittelamerika Mais wächst, sind ürbis und Bohnen als Schwesterkulturen im Trio (das dort »Milpa« heißt) nicht weit. Ich rate nicht zu diesem Mischanbau, weil im Ursprungsland alle Kulturen in der trockenen
Vollreife und zusammen geerntet werden. Wir dagegen ernten Bohnen und Mais in der Milchreife. Die Pflanzen müssen also stets gut zugänglich sein, um den richtigen Erntezeitpunkt zu erwischen.
Besonders wüchsig sind Riesen- und Gartenkürbisse. Ich bevorzuge dabei nicht die Riesen wie ‚Atlantic Giant‘, weil im heißen, trockenen Sommer in Franken Rekordgrößen schwieriger zu erreichen sind als im wasserreicheren Alpenrandgebiet. Ich bevorzuge mindestens eine der schmackhaften Hokkaidos – alle Sorten sind gut. Von den wüchsigen Gartenkürbissen empfehle ich ebenfalls eine kleinere Sorte, wie ‚Mandarin‘ oder ‚Sweet Lightning‘ (beide Hild-Samen). Und wenn ich viel Platz habe, baue ich noch Ölkürbisse an. Sie wachsen kräftig, setzen sehr gut an und eignen sich als Halloween-Kürbisse – mit den Kernen zum Naschen beim Aushöhlen!
Am wichtigsten sind mir die Moschuskürbisse, der große ‚Musquée (Muscade) de Provence‘ und der kleine ‚Futsu Black‘. Sie brauchen von Anfang an viel Wärme, eine zügige Anzucht, ein gut gedüngtes Beet (3 l Kompost und 100 g Horngrieß/m²) und gute Aufmerksamkeit, bis sie dann ab Juli so richtig loslegen auf dem Beet, mit viel Wasser.

Bildunterschrift: Buntes Kürbissortiment (Foto: Scheu-Helgert)

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