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Gesunde Obstbäume im Streuobstanbau

Der Streuobstanbau mit seinen eindrucksvollen Obstbäumen auf Wiesen und Weiden verkörpert Kulturlandschaft, (Selbst-)Versorgung, Erholung, Vielfalt und Nachhaltigkeit. Die Bäume sind robuster und bei entsprechender Erziehung und Pflege langlebiger als ihre kleineren Geschwister. Dennoch können auch an ihnen Schädlinge, Krankheiten und andere Probleme auftreten.
Viele schorfresistente Sorten scheinen leider gegen eine neuen Pilzkrankheit, der Marssonina-Blattfallkrankheit (Nebenfruchtform Marssonina coronaria, Hauptfruchtform Diplocarpon mali), anfällig zu sein. Symptome für einen Befall mit Marssonina sind ebenfalls Blattflecken, vorzeitiger Blattfall und nicht ausgereifte Früchte. Neben den beliebten Erwerbsanbau-Sorten wie z. B. ‚Golden Delicious‘, ‚Cox Orange‘, ‚Jonathan‘, ‚Gala‘, ‚James Grieve‘ und ‚Boskoop‘ sind auf diesen basierende (auch schorfresistente) Sorten betroffen. Weniger anfällige, anbauwürdige Sorten für den Hochstamm-/extensiven Anbau sollen (laut hochstamm.ch) beispielsweise ‚Adams Parmäne‘, ‚Beffertapfel‘, ‚Belle de Pontoise‘, ‚Biesterfelder Reinette‘, ‚Cavalle‘, ‚Dr. Seelig’s Orangenpepping‘, ‚Kanada Reinette‘, ‚Muolener Rosen‘, ‚Oehringer Blutstreifling‘, ‚Purpurroter Zwiebelapfel‘ und ‚Resi‘ sein.

Bildunterschrift: Die neue Marssonina-Blattfallkrankheit befällt auch manche schorfresistente Apfelsorte. (Foto: Michael Neumüller BayOZ)

 

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