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Reifeverlauf von Äpfeln

Der Lebenszyklus eines Apfels beginnt zum Zeitpunkt der Befruchtung, also wenn Pollen und Eizelle sich vereinigen. Die anschließende Entwicklung lässt sich in vier Phasen einteilen.
Von der Befruchtung bis ins Lager
Die Zellteilungsphase beginnt direkt nach der Befruchtung der Blüte und dauert beim Apfel etwa 6 Wochen. In dieser Phase werden ständig neue Zellen in der Frucht angelegt. Mit Erreichen des sogenannten T-Stadiums der Frucht (Fruchtunterseite und Stiel bilden ein T) ist dann der erste Entwicklungszeitraum beim Apfel abgeschlossen.
Der Zellteilung folgt die Zellstreckungsphase. In dieser Zeit vergrößern sich die angelegten Zellen, Wasser und Reservestoffe werden eingelagert. Die Früchte haben jetzt ihr größtes Wachstum. Die Dauer der Zellstreckungsphase ist sortenspezifisch unterschiedlich, bleibt jedoch von Jahr zu Jahr relativ konstant und beträgt bei den Herbst- und Lagersorten etwa zwischen 100 und 140 Tagen. Wenn die genetisch veranlagte Fruchtgröße der jeweiligen Apfelsorte erreicht ist beginnt eine dritte Phase, in der die Früchte ihren optimalen Reifegrad erreichen.
Pflückreife bzw. Erntebeginn kennzeichnen das Ende der sogenannten Grünphase am Baum, an die sich die Nachreifungsphase anschließt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Atmungsintensität der Frucht auf einem
Tiefststand.

Bildunterschrift:Stiellösbarkeit, Deckfarbe und Grundfarbe weisen auf die Pflückreife hin. (Foto: Riehl)

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