Archiv: Ausgabe September 2018

Grünkohl und Rosenkohl

Beide gehören zusammen mit den anderen Kohlarten zu den Gewinnern im Klimawandel. Spätkohle legen ab Ende August, wenn es ...

Glattblattastern

Die Anzahl der Astern-Arten für den Garten ist wirklich schon beinahe unüberschaubar groß. Dennoch sollen hier die seit ...

Klassische Spätsaaten: Feldsalat und Spinat

Ab sofort lassen sich frei gewordene Beete laufend mit Spinat oder Feldsalat einsäen. Auf ein 1,20 cm breites Beet passen 9 ...

Weitere Ausgaben im Archiv

Stauden-Clematis

Rankende Waldreben (Clematis) kennt jeder, aber dass es auch nicht rankende, krautige Vertreter der Gattung gibt, ist weniger bekannt. Wie es die Bezeichnung „Stauden-Clematis“ schon verrät, verholzen sie kaum und müssen jedes Frühjahr stark zurückgeschnitten werden. Je nach Wuchscharakter können sie im Beet, in besonderen Pflanzsituationen oder auch als Bodendecker verwendet werden.

Genau genommen muss man „bedingt aufrecht wachsend“ sagen, denn diese Stauden-Clematis brauchen in jedem Fall eine Stütze, robuste Nachbarn oder den Gartenzaun, um sich anlehnen zu können und wirklich stehen zu bleiben. Dann aber sind sie eine schöne Bereicherung für Beete, z.B. die Aufrechte Waldrebe, Clematis recta, und ihre rotlaubige Form, C. recta ‚Purpurea‘. Bei beiden erscheinen von Juni bis Juli ganze Wolken kleiner weißer Blütchen, die nur bei genauem Hinsehen als Clematis-Blüten erkennbar sind. Sehr schön auch Clematis x durandii, eine Kreuzung aus C. integrifolia und der bekannten rankenden C.-Hybride ‚Jackmanii‘.

 

Bildunterschrift: Die röhrenförmigen Blüten von Clematis tubulosa sind klein, haben aber einen großen Charme. Die späte Blütezeit von August bis September macht diese Stauden-Waldrebe zu einer außergewöhnlichen Erscheinung im spätsommerlich-herbstlichen Garten.

Monatstipps
  • Jetzt ist die ideale Pflanzzeit für alle Gehölze und Stauden mit Topfballen. Mit der Pflanzung wurzelnackter Gehölze und Rosen dagegen muss noch bis Oktober gewartet werden.
  • Pflanzzeit auch für alle frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen. Faustregel dabei: Je kleiner die Pflanzen, desto größer die Stückzahlen, in denen sie gepflanzt werden sollten. Kolonienbildner wie Winterling (Eranthis hyemalis) oder Blausternchen (Scilla siberica) in sehr kleinen Gruppen gepflanzt wirken unnatürlich.
  • Zweijährige wie Goldlack, Stiefmütterchen oder Bart-Nelken können nun ausgepflanzt werden.
  • Zweihäusige Gehölze wie viele Stechpalmen (Ilex) oder Skimmie (Skimmia japonica), bei denen nur die weiblichen Pflanzen den begehrten Fruchtschmuck tragen, am besten jetzt in der Baumschule auswählen. Auch Sträucher wie Zieräpfel, bei denen zahlreiche Sorten mit ganz unterschiedlich gefärbten und geformten Äpfeln erhältlich sind, kann man gegenwärtig gut anhand ihres Fruchtschmucks aussuchen.
Überwinterungsgemüse

In den 90er Jahren machte ich einmal zaghafte Versuche mit Überwinterungssalat – leider kam es zu starken Ausfällen. Jetzt werden solche Sorten wieder wie schon in früheren Jahren interessant, wenn die Winter zunehmend mild und kurz geraten. Dann könnten auch Versuche mit alten Sorten von Winter-Blumenkohl oder Winterendivien wieder lohnend sein. Der Zeitplan für Blumenkohl: Voraussaat Mitte Juli bis Anfang August, Pflanzung ab Mitte August bis Anfang September, Ernte ab Mai; Winterendivien: Pflanzung nach Mitte August, Ernte je nach Witterung noch im November oder Überwinterung mit Ernte ab April. Winterkopfsalat (z. B. ‚Wintersalat‘ von Dreschflegel) Aussaat Mitte August, Pflanzung Mitte September und Ernte ab Mai. Weitere Sorten (jeweils mehrere Anbieter) sind ‚Maiwunder‘ und ‚Winter-Butterkopf‘. Günstig zur Überwinterung sind luftige Böden ohne Staunässegefahr, natürlich auch ein windgeschützter Platz in Hausnähe. Für alle Fälle liegt ein Verfrühungsvlies bereit, das man vor strengen Frösten in doppelter Lage auflegen muss. In milden Perioden sollte man alle paar Wochen bei Bedarf durchjäten.

 

Bildunterschrift: Winterportulak liefert erfrischend säuerliche Blätter für den Salat.