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Erstaunliche Wesen im Garten: Ameisen

Während sich die einen an Ameisen in ihrem Formicarium (Ameisenterrarium) im Wohnzimmer erfreuen, sie mit Fliegen, Maden und Honigwasser füttern, bekommen andere Panik, wenn sie ein paar
Ameisen auf der Paprikapflanze im Garten krabbeln sehen. Denn viele halten Ameisen für Pflanzenschädlinge. Dabei sind sie bei uns im Garten höchstens lästig und in mancher Hinsicht sogar nützlich. So fördern einige Arten das Überleben von Schmetterlingen. Trotzdem müssen wir Ameisen nicht frei im Beet oder Blumenkübel gewähren lassen. Und den Zugang zum Haus sollten wir ihnen tatsächlich verwehren.

Schädlich, lästig oder nützlich?
Ameisen fressen weder lebende Wurzeln noch Pflanzen. Sie fallen im Garten unangenehm auf, wenn sie beim Gärtnern über Arme oder Beine krabbeln und je nach Art beißen, stechen und/oder Gift spritzen.
Wir mögen nicht, wenn sie sich in den Terrassenfugen einnisten und die Platten dadurch lockern. Ihre Nester im Rasen, Beet oder Kübel stören das Pflanzenwachstum, wenn sie den Boden so verwühlen, dass die Wurzeln den Kontakt zu Wasser und Nährstoffen verlieren. Außerdem pflegen Ameisen Blattläuse, Rindenläuse und Wurzelläuse, weil sie deren Honigtauausscheidungen lieben. Sie beschützen diese auch vor deren Feinden und regen sie zu verstärktem Pflanzensaftsaugen an.

Bildunterschrift: Rote Waldameise (Foto: Wikimedia/Richard Bartz (CC BY-SA 2.5))

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