Archiv: Ausgabe Heilpflanzen und Ihre Gäste

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Heilpflanzen und Ihre Gäste

Schon im 7. Jh. n. Chr. waren nördlich der Alpen die Klöster die Hauptträger der Heilkunst: Der Gartenplan des Klosters in St. Gallen aus der Zeit vor 900 weist allein 16 Beete für Heilpflanzen aus. Pflanzen aus dem Mittelmeerraum und dem Orient wurden von Kloster zu Kloster weitergegeben und fanden von dort aus Eingang in die Gärten von Adeligen und Bauern.

In den Beeten der Bauerngärten fand sich ein eng verzahntes Miteinander von Zier- und Nutzpflanzen, zwischen Gemüse und Salat blühten Ringelblume, Borretsch und Beinwell. Wusste man doch schon damals etwas über gute Nachbarschaftswirkungen: Kümmel, Fenchel und Koriander üben einen guten Einfluss auf Gurken, Zwiebeln und Gelbe Rüben aus, die Kapuzinerkresse fördert das Wachstum der Kartoffeln und neben Kresse wachsen wohlschmeckende Radieschen.

Unverkennbar ist die Vorbildwirkung der Bauerngärten auf die späteren Schrebergärten bis hin zu den heute naturnah gestalteten Haus- und Schulgärten.

 

Bildunterschrift: Kleiner Fuchs auf Sonnenhut (Foto: Thurn)

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