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Schlehen ernten und verwerten

Im Frühjahr erfreuen uns die weißen Blüten, und im Herbst/Winter lassen sich aus den blauschwarzen Früchten Brotaufstriche, Saft, Wein, Likör u. a. Dinge herstellen.

Die Schlehe erreicht als Strauch eine Höhe von 2–5 m und bildet zahlreiche Wurzelausläufer, die sehr lästig werden können. Im Alter können Schlehen daher erheblich in die Breite gehen, was ihre Verwendung im Garten mitunter einschränkt. Mit Hilfe eingebauter Wurzelsperren lässt sich dieses Problem lösen. In der Flur sind Schlehen ein beliebtes und wertvolles Landschaftsgehölz, das dichte Hecken bildet und vielen Vogelarten eine Brutstätte bietet.

Obwohl die Früchte bereits im August blau färben, sind sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht genießbar. Erst nach dem Frost werden die hohen Gerbstoffgehalte im Fruchtfleisch abgebaut, und es entsteht der typische herb-aromatische Schlehengeschmack. Die Ernte erfolgt zumeist im November oder Dezember. Speziell für die Fruchtproduktion wurden Selektionen mit deutlich größeren Früchten ausgelesen. Beispiele hierfür sind die Sorten ‚Merzig‘ und ‚Nittel‘.

Bildunterschrift: Schlehenhecken bieten zahlreichen Tierarten Unterschlupf. Die Früche entwickeln erst nach Frosteinwirkung ihr typisches Aroma.(Foto: Riehl)

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