Archiv: Ausgabe Pflanzengifte

Pflanzengifte

Zu den wichtigsten Gruppen pflanzlicher Toxine gehören Alkaloide, herzwirksame und cyanogene Glykoside und Saponine. Zu den Alkaloiden gehören so berüchtigte und hochgiftige Stoffe wie Aconitin, das Gift des Eisenhutes (Aconitum), Atropin, das Gift der Tollkirsche (Atropa belladon na), Coniin, das Gift des Gefleckten Schierlings (Conium maculatum), Solanin, das Gift der Nachtschattengewächse oder das Pfeilgift Curare. Zu den herzwirksamen Glykosiden gehören beispielsweise Digitalisglykoside, gewonnen aus den Blättern des Fingerhutes, oder Strophantine. Zu den cyanogenen Glykosiden gehört die bekannte Blausäure, die sich in den Samen vieler Pflanzen findet. Saponine sind Stoffe, die sich in Wasser seifenartig verhalten, woher ihr Namen kommt. Sie finden sich z. B. in Seifenkraut (Saponaria officinalis), aber auch in Bucheckern, den Früchten unserer heimischen Rot-Buche (Fagus sylvatica).

Bildunterschrift: Die Beeren unseres heimischen Ligusters (Ligustrum vulgare) sind als schwach giftig einzuordnen. Beim Verzehr größerer Mengen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. (Foto: Gropper)

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