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Blättern

Zucker- und Wassermelonen auf den Weg bringen

An geschützten, sonnigen Stellen gedeihen diese saftigen Sommergenüsse inzwischen auch bei uns ganz gut, zumal es seit einigen Jahren auch besonders robuste Sorten gibt. Sie verlangen allerdings einen besonders locker-luftigen und immer feuchten Fuß. Nur so bilden sie ein weit reichendes Wurzelsystem, nur so bilden sie zahlreiche Blätter und nur dann setzen sie auch reichlich an. Sehr sicher gedeihen sie in Hochbeeten oder großen Containern.
In unserem Schaugarten in Veitshöchheim hatten wir mehrere Zuckermelonen mit jeweils mehreren Quadratmeter Blattwerk, die automatisch bewässert wurden (Tropf-Blumat). So litten sie nie Mangel und auch Staunässe war ausgeschlossen. Ähnlich wie Blumen sollten die Melonen ab und an eine Düngergabe erhalten, sie sind salzempfindlich. Wer jetzt Melonen im Beet hat und mit dem Wachstum nicht recht zufrieden ist, kann den Fuß der Pflanze mit etwa 5 cm Pflanzsubstrat anhäufeln. Reagiert die Pflanze gut darauf, lässt sich das nach ein paar Wochen wiederholen.
Im nächsten Jahr kann man das gleich zur Pflanzung machen. Die Melone hat dann auf alle Fälle lockeres Substrat, das sie auch durchwurzelt. Die angehäufelte Schicht dient zugleich als Mulch zum Schutz des Bodens vor Austrocknung. Und wer solcherart Pflanzsubstrat aufbringt, hat damit zugleich schon gedüngt.

Bildunterschrift: Wassermelonen unterm Laub – nicht freilegen, sonst droht im Hochsommer Sonnenbrand! (Foto: Scheu-Helgert)

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