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Rund um die Kirsche

Da Kirschen nach der Ernte nicht nachreifen, sollte man erst pflücken, wenn sie voll ausgereift sind bzw. ihre sortentypische Färbung ausgebildet haben. Diese kann unterschiedlich sein: Neben Kirschen mit dunkelroten, fast schwarzen Früchten gibt es Sorten, deren Früchte zur Vollreife hellrot, gelb oder auch bunt gefärbt sind. Mit Stiel geerntet bleiben Kirschen länger haltbar. Bis auf wenige Ausnahmen, wie die Sorten ‚Lapins‘ oder ‚Stella‘, benötigen fast alle Süßkirschen zur Befruchtung den Pollen einer anderen Sorte. Die in früheren Zeiten häufig verwendeten Unterlage Prunus avium oder F12/1 ergeben starkwachsende Bäume, die heute eigentlich nur noch auf Streuobstwiesen eine sinnvoll sind. Wer sich für einen neuen Süßkirschenbaum in seinem Garten entscheidet, sollte besser eine schwachwachsende Unterlage wie GiSelA5 wählen. Die Wuchsstärke ist hier um etwa 60 % geringer. Damit lassen sich Süßkirschenbäume mit Endhöhen von etwa 4 m erziehen, die eine einfache Ernte und Pflege ermöglichen.

Bildunterschrift: ‚Burlat‘ – Frühsorte der 2. Kirschwoche (Foto: Riehl)

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