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Klimawandel: Gehölze unter besonderer Belastung

Grenzstandorte zeigen die Zukunft
An den Grenzstandorten der heutigen Zeit sehen wir, was zukünftig auch an jetzt noch völlig normalen Standorten passieren wird, sobald auch sie wegen des Klimawandels die neuen Grenzstandorte werden.
Auch Beobachtungen an anderen Orten brachten ähnliche Erkenntnisse. In der Südsteiermark litten Gehölze an Extremstandorten eher und mehr als auf besseren Böden. Speziell betrifft das natürlich Arten, die durch Vogelverbreitung an einem ungünstigen Standort gelandet sind. So hat ein prinzipiell feuchtes, nährstoffreiche Standorte bevorzugendes Pfaffenhütchen auf einem Trockenrasen von Haus aus schwer zu kämpfen. Ein frühzeitiger Laubfall und – falls absterbend – eine mit aller und letzter Kraft geleistete auffällig starke Fruchtbildung sind klare Anzeichen von Individuen im Klimastress.

Bildunterschrift: Eine Küstenhecke direkt hinter der Bruchkante zur Ostsee. Die Sträucher stehen im 45-Grad-Winkel, der ständig pfeifende Westwind hat sie so geformt. Bereits im Oktober sind quasi alle Eingriffeligen Weißdorne, Hunds- und Weinrosen oder Schlehen dieser Küstenhecke entweder schon im braunen Herbstkleid oder komplett entlaubt. Das ist mindestens einen Monat zu früh! Viele haben auffällig wenig Früchte – und wenn, sind die wenigen verschrumpelt. (Foto: Dr. Witt)

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