Archiv: Ausgabe Knöteriche: Zwerge und Riesen

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Knöteriche: Zwerge und Riesen

Es gibt Staudengattungen, die so vielfältig sind, dass man ohne weiteres mehrere Arten und Sorten von ihnen im Garten haben kann. Dazu gehören zweifellos die vielgestaltigen Knöteriche, nicht wenige von ihnen zudem mit sehr langer Blütezeit.
Zu den kleinsten Knöterichen gehört der recht bekannte Schecken-Knöterich (Bistorta affinis). Der deutsche Name rührt daher, dass die typischen Knöterich-Kerzenblüten zartrosa aufblühen und sich im Verblühen in ein dunkles Rot verfärben. Da die Blüten nicht alle gleichzeitig aufgehen, sondern sich zeitversetzt öffnen, entsteht so ein hübsches »geschecktes« Farbenspiel. Es handelt sich also nicht um den »Schneckenknöterich«, wie man häufig – sogar bei renommierten Staudengärtnereien – lesen kann!
Sehr empfehlenswert bei geringem Platzangebot ist eine Unterart unseres heimischen Wiesen-Knöterichs: Bistorta officinalis subsp. carneum. Er schmückt sich im Juni mit kurzen, dunkelrosa Blütenkerzen, wird 40–50 cm hoch, wuchert nicht und fügt sich mit seinem sehr moderaten Wuchsverhalten ausgezeichnet in den Mittel- oder Vordergrund von Beeten ein.

Bildunterschrift: Kerzen-Knöterich ‚Roseum‘ weist ein zartes Rosa auf. (Foto: Gropper)

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