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Gärten für Allergiker

Richtig anlegen, Gefahren vermeiden

Tränende Augen und tropfende Nasen müssen nicht sein. Wer allergisch auf Pollen reagiert, kann sich trotzdem am Garten erfreuen. Das grüne Paradies für empfindliche Gärtner ist ringsum vor Winden geschützt, ohne Rasen, mit großem Platten- oder Klinkerbelag und viel erfrischendem Wasser. Wenig Reizstoffe gehen zudem von gefüllten Blüten aus.
Mit Sonnenstrahlen, Blütenduft und warmen Tagen zieht bald der Sommer ins Land. Unbeschwert die angenehme Zeit genießen, das ist allerdings vielen Mitbürgern verwehrt. Immerhin rund 15 % der Bevölkerung erleben den Aufenthalt im Freien als ständige Qual. Sie reagieren allergisch auf Wolken von Blütenstaub (Pollen), die solche „Streubüchsen“ wie Haselsträucher, Weidenkätzchen, Erlen, Kiefern im Frühjahr und Brennnesseln, Spinat und Wegerich Getreide oder Gräser im Frühsommer   ausschütten. Jeder Gang nach draußen kann zu unerwünschten Kontakten führen. Zwar lassen sich Heuschnupfen, Atemnot oder Hautekzeme nie ganz vermeiden. Trotzdem kann jeder, der weiß, worauf es ankommt, den eigenen Garten als schöne und pollenarme Oase gestalten.

. Das Wichtigste zuerst: Finden Sie selbst heraus, auf welche Pflanzen Sie allergisch reagieren. Dabei hilft Ihnen der Hausarzt.

. Schaffen Sie durch Mauern, Glaswände, Dichtzäune oder Hecken windberuhigte Räume. Kies, Platten oder Pflaster ersetzen dabei den Rasen.

. Vermeiden Sie Pflanzen mit reichlich Pollenflug, zum Beispiel Gräser, Haselsträucher, Nadelbäume, Spinat.

. Bewegtes Wasser bindet viele Pollen. Sie treiben einige Zeit auf der Oberfläche und können mit einem Skimmer oder gut gestaltetem Überlauf herausgefischt werden.

. Wählen Sie Pflanzen, die man im Sommer kaum pflegen muss, also Heide und hartlaubige Gehölze wie Rhododendron oder Kirschlorbeer.

Bildunterschrift: Auch auf abgesenkten Gartenflächen ist man vor Wind und damit etwas vor Pollenflug geschützt. (Foto: Stein)

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