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Dem Unkraut keine Chance

Durch Lichtentzug hört das ewige Jäten auf
Hätten Sie das gewusst? Samenunkräuter brauchen nicht nur Wärme und Wasser zum Keimen, sondern vor allem auch viel Sauerstoff, den sie in gelockerter luftiger Erde vorfinden. Deshalb sollten Sie entgegen der üblichen Praxis nicht ständig hacken, sondern den Boden konsequent ruhig stellen! Hacken und Durchkrallen verschafft zwar den Bodenlebewesen Luft, doch es ermuntert auch immer neue Unkrautsamen zum Keimen. Säubern Sie zunächst die Beete durch gründliches Jäten und decken Sie anschließend 5-8 cm hoch mit organischen Mulchmaterialien wie Baumrinde, Holzhäcksel, Holzfaser oder immer wieder anfallenden Rasenschnitt ab. Durch Gerbsäure aus Holzresten und Lichtentzug unterdrücken Sie den Unkrautwuchs, halten die Erde feucht und ermuntern die Bodenlebewesen zu nützlicher Tätigkeit. Besseres Wachstum ist die Folge, viel weniger Gießen und so wenig Unkrautwuchs, dass man sich auf gelegentliche Kontrollen beschränken kann. Wichtig: Damit den Kulturpflanzen mit der Zersetzung dieser Natur-Materialien nicht zu viele Nährstoffe entzogen werden, sollten Sie vor dem Abdecken doppelt so viel kalken und Dünger geben wie sonst.
Solche Probleme kennt das Mulchen mit Schafwolle nicht, im Gegenteil: das noch relativ neue natürliche Produkt zum Abdecken enthält reichlich Stickstoff und andere Nährstoffe, die von Bodenorganismen pflanzenverfügbar abgebaut werden. Zugleich hält es den Boden warm und feucht, hindert den Unkrautwuchs und verdirbt Schnecken die Lust am Kriechen. Besonders gut hat sich Schafwolle in Erdbeer- und Obstkulturen bewährt.
Bildunterschrift: Mulchen funktionert in allen Gartenteilen: Bei Rosen und Ziersträuchern mit (Deko-)Hackschnitzeln (Foto: Stein)

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