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Schlehenfrüchte – das Geheimnis der dunklen Fruchtfarbe

Über die Schlehe
Der Schlehdorn (Prunus spinosa), Steinobstgewächs aus der Familie der Rosengewächse, gehört ökologisch betrachtet zu unseren wichtigsten Heckensträuchern: Als Schmetterlingspflanze, mehreren seltenen
Käferarten dient er als Nahrungsquelle, von seinen Früchten ernähren sich etwa 20 Vogelarten. Und so fand er – nachdem die Flurbereinigung den schützenden Schlehenhecken ein Ende bereitet hatte – über Naturschutzprogramme zur Förderung der Biodiversität wieder in unseren Alltag.
Historisch dienten die Schlehenhecken als natürliche Begrenzung von Weiden, Äckern und Grundstücken, als »Schutzstrauch « vor Blitz, Feuer und Krankheiten. Schlehen wurde ähnlich wie Holunder in der Nähe von Häusern gepflanzt. Seit der Jungsteinzeit werden die Früchte in der winterlichen Vorratsküche und »Grünen Hausapotheke« verwendet. Sie sind besonders reich an Antioxidanzien, speziell an OPC (Oligomere Pro-Anthocyanidine), einer Gruppe von Polyphenolen, die als hervorragende Radikalfänger gilt und die die Wirkung der Vitamine A, C und E im Körper verstärkt.

(Foto: Bräutigam)

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