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Früh blühende Gehölze

Der Monat Januar ist benannt nach dem römischen Gott Janus mit den zwei Gesichtern: Eines blickt in die Vergangenheit, das andere dagegen in die Zukunft. Selbst wenn es vielleicht noch ein bisschen früh im Gartenjahr ist, sollten auch wir optimistisch in die Zukunft schauen. Vielleicht wird der Winter mild, und wir können schon auf erste Blüten hoffen? Bei entsprechenden Temperaturen zeigen zahlreiche früh blühende Gehölze bereits Farbe, idealerweise ergänzt durch Zwiebelpflanzen, die sich von selbst im Garten verbreiten.

Zu den attraktivsten Frühblühern gehört mit Sicherheit der Winter-Schneeball (Viburnum x bodnantense). Seine prachtvollen, in der Knospe kräftig rosafarbenen und aufgeblüht zartrosa Blüten erscheinen bei milder Witterung bereits im November. Bei Frost und Schnee gibt es Blühpausen, aber bei Frostfreiheit oder in klimatisch begünstigten Lagen können sich bereits im Januar oder Februar weitere der intensiv duftenden Blüten öffnen, die Hauptblüte schließlich ist im März.
Es gibt verschiedene Sorten wie die sehr ekannten ‚Dawn‘, ‚Deben‘ oder ‚Charles Lamont‘. Entstanden ist der Winter-Schneeball in den 1930er Jahren im walisischen Bodnant aus einer Kreuzung von Duft-Schneeball (V. farreri) und Großblütigem Schneeball (V. grandiflorum). Auch der Duft-Schneeball ist äußerst gartenwürdig: Wie beim Winter-Schneeball beginnt die Blüte in milden Jahren schon im Oktober und kann bereits ab Januar fortgesetzt werden. Hauptblüte ist auch hier im März. Die Blütenfarbe ist insgesamt heller und nicht so ausgeprägt rosa wie beim Winter-Schneeball. Sowohl Winter- als auch Duft-Schneeball sind kräftige Sträucher mit bis zu zweieinhalb Metern Höhe und Breite. Wer nicht so viel Platz hat, ist mit V. farreri ‚Nanum‘, einer Zwergform, die nur ca. 1 m hoch wird, gut beraten.

Bildunterschrift: Einer der schönsten Winterblüher mit stark duftenden Blüten – der Winter-Schneeball. (Foto: Gropper)

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