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Saatgut-Aktion: Neues und Bewährtes

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Verfärbungen und Verbräunungen an Thujen

Thujen sind beliebte Hecken- und Sichtschutzpflanzen. Manche Sorten werden auch als Einzelgehölze gepflanzt und einige in Form geschnitten als Kübelpflanze kultiviert. Als Hecken schützen sie vor neugierigen Blicken, Lärm, Wind und Schmutz. Als Einzelpflanzen setzen sie Akzente. Doch bei aller Robustheit können auch Thujen unter ungünstigen Bedingungen leiden, an Infektionen erkranken oder von Schädlingen befallen werden, was sie meist durch Verfärbungen, Verbräunungen und Absterbeerscheinungen zeigen. Die bei uns vorwiegend angebotenen Arten stammen aus Nordamerika und heißen Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis) und Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata).
Abiotische Schäden und was man tun kann
Die häufigsten Ursachen für Verbräunungen und Absterbeerscheinungen an Thujen sind nicht Krankheiten und Schädlinge, sondern abiotische Faktoren wie Trockenheit, Staunässe, hohe Salzkonzentration im Boden durch Streusalz oder mineralische Dünger und Ähnliches mehr. Daher sollte man diese Faktoren als Erstes prüfen.
Trockenheitsschaden, Winterschaden
Thuja occidentalis und Thuja plicata sind robust und frosthart, aber auch Flachwurzler. Sie sind an die kühlen, feuchten Wälder Nordamerikas angepasst. Bei uns können sie je nach Sorte, Standort und Witterung
unter Bodentrockenheit leiden – nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter. Oft zeigt sich das Problem erst Wochen später am Vertrocknen der Blätter und der Triebe. Zwar reduzieren die Wildarten und manche Sorten ihre Verdunstung im Winter, doch die Gehölze benötigen sowohl im Sommer als auch im Winter einen feuchten Boden, v. a. in Phasen mit niedriger Luftfeuchtigkeit oder nach dem Schnitt im Juni.

Bildunterschrift: Trockenschäden an Thuja. (Foto: LWG/Christine Scherer)

Bienenfresser

Auf dem Weg zwischen Gols und Weiden liegt oberhalb der Weinberge eine beachtliche Brutkolonie der farbenfrohen Bienenfresser an einer sandigen Abbruchkante. Ein Besuch lohnt ab etwa Mitte Mai, wenn der fluggewandte Insektenfresser wieder aus seinen Überwinterungsgebieten, den Savannen Ost- und Südafrikas, an seine Brutwände zurückgekehrt ist. Mindestens so exotisch wie das blau-gelb-rostbraune Federkleid ist sein heller, melodischer Ruf, der auf den Luftakrobaten bereits aufmerksam macht, wenn man ihn in luftiger Höhe noch gar nicht bemerkt hat.
Auch wenn der Klimawandel meistens große Probleme mit sich bringt, scheinen steigende Temperaturen dem wärmeliebenden Zugvogel entgegenzukommen. Damit er sich ansiedeln kann, benötigt der Bienenfresser geeignete sandige Abbruchkanten, wie er sie z. B. in Sand-, Kies- oder Lößgruben, Weinbergterrassen oder in Hohlwegen findet. Wichtig sind zudem ausgedehnte insektenreiche Areale in der Umgebung der potenziellen Brutwände. Dazu zählen artenreiche Trockenrasen, extensive Wiesen oder Brachen. Auf seinem Speiseplan stehen neben den Bienen auch Hummeln, Hornissen, Wespen, Libellen oder Schmetterlinge. Schon aus beachtlicher Distanz können vom wendigen Segelkünstler giftige von ungiftigen Insekten unterschieden werden. Entsprechend unterschiedlich ist demzufolge auch die Jagdstrategie. Bei den giftigen Insekten wird darauf geachtet, diese am Hinterleib zu packen und z. B. durch Schlagen gegen einen Sitzast etc. vorab zu töten oder zumindest wehrlos zu machen.

(Foto: Neder)

Frostiges für Draußen

Weihnachtsdekorationen werden meist um die Mitte des Monats weggeräumt – und nun gibt es wieder Platz für Neues. Dazu kommt die Januarkälte, die oft für ersten andauernden Frost sorgt. Eisige Deko ist nun draußen angesagt! Mit wenig Aufwand lassen sich »Frost-Guglhupf« und Eislaternen gestalten.
Winterlicher Schmuck ziert bei frostigen Temperaturen den Gartentisch, einen Platz auf dem Balkon oder vor der Haustüre. Die Guglhupf-Form aus Eis und Stechpalmen-Zweigen wird zum Kerzenhalter, dekoriert
mit Äpfeln, Zapfen und Zweigen. In einer Kuchenform werden winterliche Zweige, wie Stechpalme (Ilex), Eibe, Wacholder oder auch andere benötigt. Zuerst wird die Form mit Leitungswasser gefüllt, dann Zweige einstellen – und das Ganze ab ins Gefrierfach. Innerhalb von 24 Stunden ist der Guglhupf durchgefroren. Zum Auftauen einfach etwas warmes Wasser über die Form laufen lassen, schon lässt sich der »Eiskuchen« stürzen. Tipp: Wer das Eis völlig durchsichtig haben möchte, verwendet destilliertes Wasser.

(Foto: Santl)