Archiv: Ausgabe Problemunkräuter im Garten

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Problemunkräuter im Garten

Portulak
Dieser ist vor allem in warmen Gegenden, in denen Gemüse angebaut wird, ein Problem. Er ist ein Sukkulent, wie an den fleischigen, dicken Blättern zu erkennen ist. Darin ist Wasser gespeichert, so dass Trockenzeiten leicht zu überdauern sind. Die Pflanze ist einjährig und wird nicht höher als eine Handspanne. In der Breite ist sie nicht so bescheiden und kann einen Durchmesser von 50 cm erreichen. Wird
die Pflanze abgehackt, stirbt sie aufgrund ihrer Wasservorräte noch lange nicht ab. Bei genügend Feuchtigkeit wächst sie sogar wieder an.
Besonders lästig wird der Portulak durch sein enormes Vermehrungspotential. Jede Pflanze kann Tausende kleinster Samen produzieren. Als Gegenmaßnahme kann nur die Blütenbildung verhindert werden. Am besten wäre es, die ersten Pflanzen, die erscheinen, über die Mülltonne zu entsorgen. Ein wirksames Unkrautmittel wäre Finalsan mit dem Wirkstoff Pelargonsäure. Allerdings haben wir hier nur die Indikationen
»auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen « und »Zierpflanzen«. Letztere wären dann natürlich auch hinüber.

Bildunterschrift: Knospender Portulak. Sobald er blüht, kommen die Samen auch zur Reife – selbst wenn die Pflanze abgehackt wird. (Foto: Schuster)

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