Aus dem aktuellen Heft

Kleiner Blick ins Heft

Blättern

Der Gefingerte Lerchensporn

Wesentlich seltener als der in feuchten Auwäldern anzutreffende Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) ist der auch als Vollwurz-Lerchensporn bekannte Gefingerte Lerchensporn (C. solida) aus der Familie der Mohngewächse (Papavaraceae). Die Gattung umfasst etwa 280 Arten, in den gemäßigten Zonen Eurasiens und Nordamerika verbreitete Arten.

Blütengäste

Neben langrüsseligen Hummeln (z. B. Gartenhummel Bombus hortorum, Ackerhummel Bombus pascuorum) finden sich als weitere Blütengäste ein: die Pelzbiene (Anthophora acervorum), die beiden Wollschweber Bombylius major und Bombylius discolor. Kurzrüsselige Hummeln, wie die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) begehen Nektarraub ohne Bestäubungsdienste zu leisten: Sie beißen den Sporn an entsprechender Stelle von außen auf, um an den Nektar zu gelangen. Von diesen Einbruchstellen profitieren dann auch Honigbienen und kleinere Wildbienen.
Die Honigbiene und die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) nutzen die Blüten als Pollenquelle. Aus den Reihen der Schmetterlinge wurde der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) vielfach bis sehr zahlreich beobachtet. Für diesen früh im Jahr fliegenden Falter ist das Nektarangebot des Lerchensporns lokal oder zeitweise von großer Bedeutung.

Bildunterschrift: Honigbienen sammeln nur Pollen, den sie in wachsgelben Höschen in die Söcke tragen. (Foto: Bahmer)

Weitere Ausgaben im Archiv