…wählte der Naturheilverein Theophrastus (NHV) den Alleskönner unserer heimischen Pflanzen zur Heilpflanze des Jahres 2022: Weil das gesamte Kraut therapeutisch genutzt werden kann, speziell aber als Empfehlung bei Gelenkschmerzen.
Als Nahrung & Heilmittel
Gerade in Sachen Ernährung mit Brennnessel kann man für seine Gelenke viel tun, denn die Schnittstelle zwischen Ernährung und Heilmittel, zwischen Rezept und Rezept ist fließend. Aus diesem Grund werde ich hier im Rezeptteil neben dem in einer Studie auf seine Wirksamkeit überprüften Brennnessel-Schmerzmus auch seine leckeren Varianten vorstellen. Weitere Rezepte finden Sie in meinem Brennnessel-Buch.

(Foto: Joss Anders)

In aller Regel kommt jetzt erst der Winter, und der Frühling ist noch in weiter Ferne. Kombiniert man abgestorbene Naturmaterialien wie Zweige, Blätter und gebleichte Gräser mit frischen Zutaten, wie Amaryllis oder Tulpen, so entsteht Neues, das durchaus in die Zeit nach Weihnachten passt.

Bildunterschrift: Ein Winter-Arrangement im Vintage-Stil besticht mit seinen hellen, pastelligen Farbtönen. Frische Blüten und winterliche Naturmaterialien ergänzen sich. (Foto. Santl)

…und die Grüne Reiswanze sind zwei invasive Baumwanzen (Familie Pentatomidae), die wahrscheinlich mit dem globalen Handels- und Reiseverkehr zu uns gelangt sind. Sie haben ein breites Wirtspflanzenspektrum, das heißt, sie befallen viele Pflanzenarten und können sich sehr schnell vermehren, auch weil es (noch) nicht genügend natürliche Gegenspieler gibt. In Südtirol, der Schweiz und im Südwesten Deutschlands richteten sie bereits einigen Schaden im Obst- und Gemüseanbau an. Auch in Bayern wurden sie bereits entdeckt.
So können Sie helfen
Wenn Sie eine der neuen invasiven Schadwanzen finden, machen Sie Fotos in möglichst guter Auflösung von der Ober- und Unterseite des Tieres und schicken Sie diese per E-Mail an
Wanzen@LfL.bayern.de
Alternativ können Sie die Stinkwanzen in einem kleinen, bruchsicheren, verschließbaren Behälter per Post an die folgende Adresse schicken:Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
(LfL), Institut für Pflanzenschutz
IPS 3d, Kreuzbreite 4,
85354 Freising
Geben Sie jeweils den Fundzeitpunkt,den Fundort, die betroffene Pflanzenart und eventuell den beobachteten Schaden an. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der LfL unter:
https://www.lfl.bayern.de

Bildunterschrift: Marmorierte Baumwanze – 6. Larvenstadium (Foto: Wikimedia/Didier Descouens (CC BY-SA 3.0))

Der Korbblüter (Asteraceae) ist sowohl in Europa wie in Asien heimisch.
Die heimische Pflanze tritt typischerweise auf Weiden in Gesellschaft mit Weißklee und Weidelgras auf. Neu ist allerdings seit ca. 20 Jahren, dass sie sich stark vermehrt, vor allem auf Pferde- oder extensiven Weiden. Die Gründe werden in der Zunahme des Stickstoffs in der Luft, in der Klimaerwärmung oder auch der Phosphorsättigung des Bodens vermutet. Rinder und v. a. Pferde sollten die Pflanze nicht fressen: Die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) können zu einer Lebervergiftung führen oder im Übermaß gar zum Tod. Die höchste Konzentration findet sich in den Blüten.
Im Sinne des Naturschutzes ist das Jakobs- Kreuzkraut keine »Problempflanze«.Die Pflanze ist für vier Wildbienen überlebenswichtig.In einer Studie von 2015 wurden bis zu 170 Arten bestimmt, die von ihr leben. In einigen Naturgärten wird die Pflanze sogar gezielt gehalten, um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge (Blutbär oder Jakobskrautbär) zu dienen.

Bildunterschrift: In der Volksheilkunde wurde das Jakobs-Kreuzkraut bei Hautentzündungen, Rheuma, Halsschmerzen u. v. a. eingesetzt. Aufgrund der heutigen Erkenntnisse darf es allerdings nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt werden, außer in der Homöopathie. Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung getestet. (Foto: botnikfoto/Steffen Hauser)

…, der im Sommer eröffnet wurde, stehen auf 4.000 m2 etwa 300 alte schwäbische Apfel- und Birnensorten, die damit für zukünftige Generationen bewahrt werden. »Im Sortengarten wird Altes erhalten und gleichzeitig Neues geschaffen«, sagte Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Eröffnung. »Diesen Anspruch verfolgt auch der Bezirk Schwaben mit seiner Kultur- und Umweltförderung.« Der Bezirk unterstützt das Projekt mit insgesamt 500.000 Euro.
Der Bezirksverband Schwaben übernimmt bis jetzt komplett die Vermehrung und den Verkauf in Kooperation mit der Baumschule Kutter in Memmingen. Derzeit stehen 20 alte, regionaltypische Sorten zum Verkauf, alles auf Hochstamm. Das Interesse ist inzwischen riesig, so dass meist schon zu Beginn des Verkaufes ein Großteil reserviert ist. Der Bezirksverband garantiert der Baumschule den Absatz und finanziert damit auch die pomologische Unterstützung. Die schwäbischen Kreisverbände organisieren für ihre Ortsvereine die Verteilung.
Weitere Informationen stehen es auf der Homepage des Bezirksverbandes: www.gartenbauvereine-schwaben.de. Dort gibt es auch eine Broschüre zum Download mit Kurzporträts ausgewählter Apfel- und Birnensorten und eine Liste, welche Sorten zum Verkauf angeboten werden.

(Foto: Versuchsstation für Obstbau Schlachters)

…mit Pflanzung von Pillnitzer Apfelsorten und einigen bekannten Vergleichssorten, dazu Speierling, die Europäische Mispel und die Walnuss-Sorte ‚Apollo‘.
Ergebnisse
Die Eignung der Arten und Sorten für Hochflächen des Jura auf gut basenversorgten Böden brachte aufschlussreiche Ergebnisse.
Eine besondere Spätfrosthärte zeigten die Sorten ‚Pikkolo‘, ‚Rewena‘, ‚Florina‘, ‚Resi‘ und der ‚Winterrambur‘, dazu noch die Mispel, was meist auf eine sehr langdauernde Blüte (versetztes Aufgehen der Blüten über einen Zeitraum bis zu einem Monat) zurückzuführen ist. Die Sorten ‚Piros‘ und ‚James Grieve‘ starben 2013 ab. Sie wurden nicht mehr ersetzt.

wird ein Großteil davon weggeworfen. 12 Mio. Tonnen Lebensmittel werden hierzulande jährlich »entsorgt«! Das entspricht einem Drittel des Verbrauches an Nahrungsmitteln. Jeder von uns kann etwas gegen die Lebensmittel-Verschwendung tun:
Bessere Planung beim Einkauf, richtige Lagerung und Resteverwertung können helfen, Lebensmittel-Abfälle zu reduzieren.

(Foto: Major)

…am 26. April eine neue Garten-Challenge. Immer montags um 20.15 Uhr treten fünf Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner in einem freundschaftlichen Wettbewerb gegeneinander an und zeigen, wie sie Obst und Gemüse anbauen und verarbeiten. Begleitet von Gartenexperte Sebastian Ehrl verraten sie auch Tipps und Tricks rund ums Gärtnern und Kochen.
In dem neuen Format geht es auch um einen Wettbewerb. Die Aufgabe ist für alle gleich: Zehn Paprika-Setzlinge sollen zu stattlichen und gut tragenden Pflanzen heranwachsen. Sebastian Ehrl vergibt die Punkte. Das zweigängige Menü am Ende jeder Folge bewerten die Gärtnerinnen und Gärtner gegenseitig. Wer gewinnt, wird am Ende der fünften Folge verraten. In den ersten Folgen gärtnern und kochen Tanja Sonntag aus Lausers/Schwaben (Obst- und Gartenbauverein Legau), Christian Dotzler aus Markt Freihung/Oberpfalz (Vorsitzender des OGV Großschönbrunn und 3. Vorsitzender des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach), Leni Kühn aus Aidling am Riegsee/Oberbayern (1. Vorsitzende KV Garmisch-Partenkirchen), Birgit Ertl Stephansposching/Niederbayern (2. Vorsitzende im KV Deggendorf und beim OGV Stephansposching) sowie Felix Schmidling aus Bamberg/Oberfranken.
Sendetermine: 26. April, 3. Mai, 10. Mai, 17. Mai und 24. Mai.

Wer von unseren Lesern Lust hat, mit seinem Garten in einer der künftigen Sendungen dabei zu sein, kann sich gerne per E-Mail melden unter: bayernsgartenkueche@megaherz.org

(Foto: BR/Anne Deiß)

Auch im Landkreis Starnberg wurden 2020 unter Federführung des Kreisverbandes, in Kooperation mit Kreisfachberater Jürgen Erhardt, Naturgärten ausgezeichnet, nachdem sich Mitglieder des Kreisverbandes als Zertifizierer an der Gartenakademie hatten ausbilden lassen. 47 Gärten wurden ausgezeichnet, 5 mussten abgelehnt werden, da sie die Kriterien nicht erfüllten. Diese Gärtner wollen nacharbeiten und dann nochmals einen Antrag stellen. Insgesamt gab es für den Kreisverband durch die Aktion viele Pressetermine und eine sehr positive Resonanz.
Im Landkreis Starnberg gibt es im Moment zwölf Zertifizierer. »Eine optimale Besetzung«, freut sich Ursula Lechner, Sprecherin des Arbeitskreises Naturgarten. »Da kann ich nur sagen, wir sind schon ein tolles Team. Ich finde wir waren gut, sehr gut sogar!«. Einige des Stammteams haben sogar in München ausgeholfen. »Das Interesse an der Zertifizierung wird sicherlich noch wachsen« ist sich Natalie Stahl, Vorsitzende des Gartenbauvereins Herrsching, sicher. Der von ihr angebotene dreiteilige Workshop »Mein Weg zum Naturgarten« erfreut sich großer Nachfrage und bestätigt die Devise der Zertifizierer: hin zum umweltfreundlichen, ökologischen Naturgarten, damit Kiesvorgärten, Steinpylonen-Mauern und Mähroboter in Zukunft nicht unsere Gärten bestimmen.

Bildunterschrift: Überzeugte Naturgärtner: Die Zertifizierer im Landkreis Starnberg trafen sich am Ende der Saison zum einem Erfahrungsaustausch (links Ursula Lechner, rechts KV-Vorsitzende Anna Neppel). (Foto: Jaksch)

Diese natürliche Weihnachtsdekoration für drinnen und draußen lässt sich hauptsächlich aus natürlichen Materialien anfertigen.
Dekorativ und farbenfroh ist der Zweige-Stern allemal – er schmückt Wand, Türe, Fensterläden und Balkongitter adventlich.
Dafür braucht man:5 relativ gerade gewachsene Zweige (80 bzw. 100 cm lang) z. B. vom Feldahorn, Ilex, einen Drahtring (20 bzw. 30 cm Durchmesser), rotes Band, Gummiringe, Wickeldraht, Schere, Heißkleber, Handschuhe.

(Foto: Santl)