…der Schneeball-Hortensie (Sorte ‚Annabelle‘) in unseren Gärten. Die Pflanze sollte ein halbschattiges Plätzchen haben, mit Sonne am Morgen und am Abend. Weil sie am besten in einem Boden gedeiht, der dem Waldboden ähnelt, wird sie auch Wald-Hortensie genannt. Geschnitten wird sie an einem frostfreien Tag im Frühjahr oder im Herbst. Wenn man sie radikal bis etwa 15 cm über den Boden zurückschneidet und dabei ein Augenpaar an jedem Trieb belässt, treibt sie besonders kräftig aus und bildet große Blütenstände. Deswegen benötigt sie eine Stütze.

Bildunterschrift: Liegendes Zepter mit Hortensie und Rosen, das gerne eintrocknen darf und deswegen keine Wasserversorgung benötigt. (Foto: Santl)

…wartet mit einem solchen Reichtum an Blütenpracht und sinnlichem Duft auf wie die Pfingstrose, auch Päonie genannt. Im Garten finden wir meist ausdauernde Stauden, deren Blätter und Stängel im Winter absterben. Seltener werden
sie als Halbsträucher oder Sträucher kultiviert.

Bildunterschrift: Pfingstrosen mit Beiwerk von der Wiese werden zu einem runden Strauß gebunden und in einer Kugelvase präsentiert. Besonders filigran wirken neben Wiesenkerbel die hängenden Blüten der Vogelwicke. (Foto: Santl)

Die Früchte der Chili-Sorte ‚Lila Luzi‘ sind beeindruckend scharf – und mindestens genauso beeindruckend schön (siehe auch Samenangebot in der Januar-Ausgabe, S. 11). Das hat die bayerischen Gärtner bewogen, sie zu ihrem »Gemüse des Jahres 2022« zu wählen. Die Setzlinge für die Chili-Pflanzen aus eigenem Anbau sind ab dem »Tag der offenen Gärtnerei« am 23.4.2022 bei den teilnehmenden bayerischen Gärtnereien erhältlich.

(Foto: Brainwrap)

Vor allem in Krisenzeiten besinnen sich viele wieder vermehrt auf regionale Werte und die Wichtigkeit funktionierender Wirtschaftskreisläufe vor Ort. So hat auch die Versorgung mit Lebensmitteln aus dem eigenen Garten, Balkon oder dem Gemeinschaftsgarten für viele Bürgerinnen und Bürger wieder an Bedeutung gewonnen.
Gärtnern auf kleinster Fläche
Unter dem Motto »Lust auf Gemüse in der Stadt« will die Bay. Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) die Freude am Gärtnern auch auf kleinsten Flächen vermitteln. Dazu werden in sieben bayerischen Urban-Gardening-Demonstrationsgärten verschiedene Anbaumethoden – Hochbeet, Kistengarten, Anbau von Gemüse und Kräutern an der Wand – gezeigt: Standorte sind München, Augsburg, Bamberg, Fürth, Regensburg, Schweinfurt und Passau.

(Foto: Sixt)

Als Schnittblume ist sie weit verbreitet, im Garten sah man sie bisher nur selten – die Rede ist von der Gerbera. Nur wenige wissen, dass es Garten-Gerbera gibt, die den ganzen Sommer über im Freien gedeihen. Die Vielfalt an trendigen Farben und unterschiedlichen Blütenformen und -größen wächst mit jedem Jahr. Bayerns Gärtner haben die Garten-Gerbera deshalb zur »Bayerischen Pflanze des Jahres 2022« gewählt. Ab dem letzten April-Wochenende, wenn die Sommerblumen-Zeit beginnt, wird sie in über 250 Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes in 5 faszinierenden Farben erhältlich sein.

(Foto: HilverdaFlorist)

Neue Folgen mit den schönsten Hobbygärten Bayerns ab 2. Mai im BR Fernsehen
Es ist wieder eine spannende Challenge für Gartenfreunde und Kochliebhaber: »Bayerns Gartenküche« geht ab 2. Mai in die zweite Runde! Immer montags um 20.15 Uhr treten fünf Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner in einem freundschaftlichen Wettbewerb gegeneinander an und zeigen, wie sie ihr Obst und Gemüse anbauen und verarbeiten. Begleitet von Sebastian Ehrl verraten sie auch Tipps und Tricks rund ums Gärtnern und Kochen. Die fünf Hobbygärtnerinnen und -gärtner kommen aus ganz Bayern und sind Mitglied in einem Gartenbauverein. Im Bild von links: Rosemarie Karl (Steinbach/Feuchtwangen), Garten-Experte Gärtnermeister Sebastian Ehrl aus Straßkirchen bei Straubing, Petra Strey-Schiffmann (Köditz/Hof), Andreas Spitzauer (Laufen), Linda Kaindl (Friedberg) und Roland Schneider (Geiselhöring).

Foto: (br-foto.de)

…bayerischer Gärtner zu erhalten, wurde im Rahmen des Projektes »Entwicklung von Bildungsmodulen für den Freizeitgartenbau zur Anpassung an den Klimawandel« eine Umfrage unter den Gartenpflegern des Landesverbandes durchgeführt. Der überwiegende Teil der Befragten erachtet sich selbst als gut über den Klimawandel und seine Hintergründe informiert. Dabei stimmt eine große Mehrheit der Aussage zu, die Klimaveränderungen der jüngeren Vergangenheit seien bedenklich. Die Befragten waren sich nahezu einig, dass Maßnahmen zum Klimaschutz dringend erforderlich sind. Die Meinung, dass auch kleine, alltägliche Beiträge von Einzelpersonen etwas bewirken können, wird
vom Großteil der Befragten geteilt.

Bildunterschrift: Erfrorene Blüten (Apfel) sind ein häufig auftretendes Phänomen des Klimawandels. Durch die milderen Winter treiben die Pflanzen früher aus und sind dann Spätfrösten, die mit Sicherheit kommen, ausgesetzt. Auch dieses Jahr könnte es wieder ähnliche Probleme geben. (Foto: Heyer)

…hatten der NABU und sein Partner LBV zur winterlichen Vogelzählung eingeladen. Rund 176.00 Menschen haben mitgemacht und über 4,2 Millionen Vögel gezählt. Nur 2021 gab es mit 236.000 mehr Teilnehmende, was vor allem auf
die Ausnahmesituation des zweiten Corona-Lockdowns zurückführen ist.

Bildunterschrift: In diesem Jahr wurden mehr Kernbeißer als in den Jahren zuvor gemeldet. (Foto: Derer/LBV Bildarchiv)

…und die Grüne Reiswanze sind zwei invasive Baumwanzen (Familie Pentatomidae), die wahrscheinlich mit dem globalen Handels- und Reiseverkehr zu uns gelangt sind. Sie haben ein breites Wirtspflanzenspektrum, das heißt, sie befallen viele Pflanzenarten und können sich sehr schnell vermehren, auch weil es (noch) nicht genügend natürliche Gegenspieler gibt. In Südtirol, der Schweiz und im Südwesten Deutschlands richteten sie bereits einigen Schaden im Obst- und Gemüseanbau an. Auch in Bayern wurden sie bereits entdeckt.
So können Sie helfen
Wenn Sie eine der neuen invasiven Schadwanzen finden, machen Sie Fotos in möglichst guter Auflösung von der Ober- und Unterseite des Tieres und schicken Sie diese per E-Mail an
Wanzen@LfL.bayern.de
Alternativ können Sie die Stinkwanzen in einem kleinen, bruchsicheren, verschließbaren Behälter per Post an die folgende Adresse schicken:Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
(LfL), Institut für Pflanzenschutz
IPS 3d, Kreuzbreite 4,
85354 Freising
Geben Sie jeweils den Fundzeitpunkt,den Fundort, die betroffene Pflanzenart und eventuell den beobachteten Schaden an. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der LfL unter:
https://www.lfl.bayern.de

Bildunterschrift: Marmorierte Baumwanze – 6. Larvenstadium (Foto: Wikimedia/Didier Descouens (CC BY-SA 3.0))

…, der im Sommer eröffnet wurde, stehen auf 4.000 m2 etwa 300 alte schwäbische Apfel- und Birnensorten, die damit für zukünftige Generationen bewahrt werden. »Im Sortengarten wird Altes erhalten und gleichzeitig Neues geschaffen«, sagte Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Eröffnung. »Diesen Anspruch verfolgt auch der Bezirk Schwaben mit seiner Kultur- und Umweltförderung.« Der Bezirk unterstützt das Projekt mit insgesamt 500.000 Euro.
Der Bezirksverband Schwaben übernimmt bis jetzt komplett die Vermehrung und den Verkauf in Kooperation mit der Baumschule Kutter in Memmingen. Derzeit stehen 20 alte, regionaltypische Sorten zum Verkauf, alles auf Hochstamm. Das Interesse ist inzwischen riesig, so dass meist schon zu Beginn des Verkaufes ein Großteil reserviert ist. Der Bezirksverband garantiert der Baumschule den Absatz und finanziert damit auch die pomologische Unterstützung. Die schwäbischen Kreisverbände organisieren für ihre Ortsvereine die Verteilung.
Weitere Informationen stehen es auf der Homepage des Bezirksverbandes: www.gartenbauvereine-schwaben.de. Dort gibt es auch eine Broschüre zum Download mit Kurzporträts ausgewählter Apfel- und Birnensorten und eine Liste, welche Sorten zum Verkauf angeboten werden.

(Foto: Versuchsstation für Obstbau Schlachters)