Bienenpflanze: Jakobs-Kreuzkraut

Der Korbblüter (Asteraceae) ist sowohl in Europa wie in Asien heimisch.
Die heimische Pflanze tritt typischerweise auf Weiden in Gesellschaft mit Weißklee und Weidelgras auf. Neu ist allerdings seit ca. 20 Jahren, dass sie sich stark vermehrt, vor allem auf Pferde- oder extensiven Weiden. Die Gründe werden in der Zunahme des Stickstoffs in der Luft, in der Klimaerwärmung oder auch der Phosphorsättigung des Bodens vermutet. Rinder und v. a. Pferde sollten die Pflanze nicht fressen: Die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) können zu einer Lebervergiftung führen oder im Übermaß gar zum Tod. Die höchste Konzentration findet sich in den Blüten.
Im Sinne des Naturschutzes ist das Jakobs- Kreuzkraut keine »Problempflanze«.Die Pflanze ist für vier Wildbienen überlebenswichtig.In einer Studie von 2015 wurden bis zu 170 Arten bestimmt, die von ihr leben. In einigen Naturgärten wird die Pflanze sogar gezielt gehalten, um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge (Blutbär oder Jakobskrautbär) zu dienen.

Bildunterschrift: In der Volksheilkunde wurde das Jakobs-Kreuzkraut bei Hautentzündungen, Rheuma, Halsschmerzen u. v. a. eingesetzt. Aufgrund der heutigen Erkenntnisse darf es allerdings nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt werden, außer in der Homöopathie. Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung getestet. (Foto: botnikfoto/Steffen Hauser)