Inhalte Heft September 2006:
Der aktuelle Pflanzenschutztipp im September (Auszug aus dem aktuellen Heft) Die Trauermücken Das Problem Manchmal tauchen an den Fenstern mit Zimmerpflanzen hunderte kleiner 4-7 Millimeter kleine Mücken auf. Ohne schädlich zu sein sind sie doch recht lästig, da unablässig neue Mückenwellen auftauchen. Eine Trauermücke, sie wird wegen ihrer schwarzer Farbe so genannt, legt bis zu 160 Eier in die torfhaltige Blumenerde. Hier entwickeln sich die 5 mm langen durchscheinende Larven mit der dunklen Kopfkapsel. Sie ernähren sich von der organischen Substanz im Blumentopf. In Gärtnereien sind sie nicht gern gesehen, da sie bei der Vermehrung von Topfblumen Schäden an den Stecklingen verursachen können. An fertigen Zimmerpflanzen sind sie eher harmlos. Nachdem sich die Larven im Boden verpuppt haben, schlüpfen alsbald neue Mücken aus. Insgesamt dauert der Vermehrungszyklus gerade einen Monat. Aufgrund dieser kurzen Zeitspanne entsteht eine sehr hohe Nachkommenschaft und die Mücke wird zur Plage.
Die Lösung Eine Möglichkeit, den Trauermücken die Lebensgrundlage zu entziehen ist, die Pflanzen nur von unten zu gießen, damit die Substratoberfläche trocken bleibt. Trockene Flächen sind für die Eiablage nicht geeignet. Eine andere, erprobte Alternative ist die Abdeckung der Erdoberfläche mit einer dünnen Schicht Sand. Da die Eier ausschließlich in einem organischen Material abgelegt werden können, unterbleibt die Eiablage im mineralischen Sand und die Nachkommen bleiben aus. Dabei ist aber zu beachten, dass aus Eiern und Larven, die sich bereits in der Erde befinden, noch 4 Wochen lang Mücken nachkommen. Eine recht schnelle Methode, die Fliegen loszuwerden, gibt es auch. Dabei werden diese mit beleimten Gelbtafeln gefangen. Sie werden dann am besten in das Substrat gesteckt. Auf der suche nach einem Eiablageplatz lassen sich die Fliegen sehr gerne darauf nieder und kleben fest. Diese Tafeln gibt es im Handel gebrauchsfertig zu kaufen. Sie finden auch im Erwerbsgartenbau Verwendung. |
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Thomas Schuster Amt für Landwirtschaft und Forsten Augsburg |
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